2. Ergänzende Angaben zu den Arten

Erläuterungen

Sterntaucher
Mitte Sept. bis 7. Juni, einmal Juli; lokales Maximum 147 Ind.

Prachttaucher
Anfang Oktober bis Ende April; gelegentlich einzeln von Mai bis Sept.; lokales Maximum 341 Ind.

Eistaucher
1950 bis 1990 mind. 25 Einzelmeldungen von je 1 bis 3 Ind. Ende Okt. bis Ende April. Allerdings sind die meisten Meldungen nicht der DS vorgelegt worden.

Gelbschnabeltaucher
Bisher 5 dokumentierte Nachweise seit 1950 (1957/58, 1978/79, 1979/80, 1985/86 und 29.1. bis 27.3. 1989) von je 1 Ind. Ende Nov. bis Ende März. Eine weitere Beobachtung von 12.11. bis 11.12.1988 aus der Oberpfalz ist der DS nicht gemeldet worden (RANK 1990); Zeit und Aussehen (Jungvogel) schließen nicht aus, dass dieser nicht gemeldete Vogel vorbehaltlich seiner Artzugehörigkeit mit jenem von 1989 am Ammersee identisch war. Ein Fund aus dem 19. Jh.

Zwergtaucher
Lokales Maximum zur Zugzeit 235 Ind. (regionale Studien des Brutbestandes MANN u. a. 1987, REICHHOLF 1988a, BAUER 1991; Winterbestände REICHHOLF 1988a, BEZZEL & HASHMI 1989a, MÜLLER, PILSTL & LANGE 1990).

Haubentaucher
Lokales Maximum 1475 Ind. (Winterbestände BEZZEL 1983, MÜLLER, PILSTL & LANGE 1990).

Rothalstaucher
Ganzjährig; lokales Maximum 46 Ind.; ein Brutversuch 1978 (Winterbestände BEZZEL 1985, MÜLLER, PILSTL & LANGE 1990).

Ohrentaucher
Oktober bis Mai; übersommert ausnahmsweise (z. B. STREHLOW 1987, v. KROSIGK 1988, 1992, POETSCHKE 1989). Lokales Maximum 10 Ind.

Schwarzhalstaucher
Ganzjährig, im Winter nur einzeln; lokales Maximum zur Zugzeit 1159 Ind. (Regionalstudien des Brutbestandes z.B. LEIBL & ZACH 1992, ZACH 1992).

Dunkler Sturmtaucher
Ein Nachweis 1959.

Schwarzschnabel-Sturmtaucher
Einzelfunde 1876, 1970, 1992 (PFEIFER 1993). Eine weitere Beobachtung 1992 liegt dem DS vor.

Sturmschwalbe
Ein Nachweis 1912, drei Nachweise 1952, ein Nachweis 1984 (v. KROSIGK 1985).

Baßtölpel
Je ein Nachweis 1929, 1980 (FÖRSTEL 1983) und 1982 (BS 1991).

Kormoran
Gesamtbestand um 1992/93 ca. 230 Brutpaare; lokales Maximum im Winterhalbjahr 2076 Ind. (Schlafplatz). Durchzugs- und Winterbestände u.a. HASHMI 1988, RANFTL u.a. 1988, BEZZEL 1989, FRANZ & SOMBRUTZKI 1992, BEZZEL 1992b.

Krähenscharbe
Ein Nachweis 1975; eine nicht durch den BS geprüfte Beobachtung 1978; eine gut beschriebene, aber nicht vom BS geprüfte Meldung vom Mai 1984 (SCHULZE & KRAFFT 1984). Bisher übersehen wurde der Fund eines verletzten Vogels am 28.10.1976, der offenbar eindeutig in der Hand bestimmt wurde (HACKEL 1976). Die Meldungen vom Nov. 1981 (GAIM 1982) und April 1984 (STRAUBINGER 1990) sind nicht ausreichend dokumentiert.

Zwergscharbe
Eine Erlegung 19. Jh.; Fundort von Erlegung 1907 nicht sicher; 1 Ind. 1933; ,,Invasion" 1957 mit ,,Nachwirkungen" bis Ende 1959; 1961 und 1976 je eine Beobachtung.

Rohrdommel
Nach 1980 maximal wohl unter 20 ,,BP". Wohl so gut wie r. einzelne Überwinterungsversuche.

Zwergdommel
Hat sehr stark abgenommen; einige der in den Atlanten von NITSCHE & PLACHTER (1987) und RHEINWALD (1993) angegebenen Gitternetzflächen mit Brut sind mittlerweile sicher verwaist. Auch die Zahl der Einzelbeobachtungen außerhalb der Brutplätze und zu den Zugzeiten ist zurückgegangen. In 6 verschieden großen Beobachtungsgebieten mit regelmäßigen Jahresberichten haben sich in 5-Jahreszeiträumen von 1972 bis 1991 die mittlere jährliche Anzahl gemeldeter BP + Summe nichtbrütender Ind. wie folgt entwickelt: 7,2 + 3,2; 2,4 + 2,2; 1,6 + 2,0; 1,0 + 1,6. Ende April bis Mitte Okt. (historische Angaben Mitte April und Ende Okt.; ein Rufdatum l. Nov. bei STREHLOW 1987 ist nach Angabe des Autors zu streichen).

Nachtreiher
Nach 1985 maximal wohl nicht über 15 BP (z.B. LEIBL & VIDAL 1993; vgl. auch DVORAK u.a. 1993). Mitte April bis Ende Aug.

Kuhreiher
In Übereinstimmung mit BARTHEL (1993) sind auch die bisherigen in Bayern gemeldeten Kuhreiher in Zusammenhang mit Gefangenschaftsflüchtlingen zu sehen. Mit Einflug von Wildvögeln ist aber nach den neuesten Entwicklungen durchaus zu rechnen (z.B. MOSIMANN 1993), so dass vor allem Beobachtungen 1992 (bis 4 Ind. lokal) sich auf Wildvögel beziehen könnten.

Rallenreiher
1900 bis 1949 in mind. 5, 1950 bis 1959 in mind. 3, 1960 bis 1969 in mind. 6, 1970 bis 1979 in mind. 6, 1980 bis 1989 in mind. 7 Jahren nachgewiesen; einmal April, sonst Mai bis Juli; lokales Maximum 4 Ind.

Seidenreiher
Durch Nachtreiher vereitelter Brutversuch 1981 (v. KROSIGK 1983), erfolgreiche Brut 1992 (VIDAL & LEIBL 1992). 1900 bis 1949 nur in mind. 2 Jahren, 1950 bis 1959 in 4 Jahren; 1960 bis 1993 nur in einem Jahr fehlend; lokales Maximum 6 Ind.; 31. März bis 12. Nov.

Silberreiher
Erfolglose Brut 1993 (mdl. Mitt.). 1900 bis 1949 in mind. 5, 1950 bis 1959 in mind. 7 Jahren; 1960 bis 1993 nur in einem Jahr fehlend. In allen Monaten; lokales Maximum 40 Ind.(1998)

Graureiher
Um 1979 ca. 1200, 1989 2097 BP (GEIERSBERGER & SCHÖPF 1990, BEZZEL & GEIERSBERGER 1993)

Purpurreiher
Brutbestand auf wenige Einzelpaare begrenzt; ob überhaupt noch regelmäßiger Brutvogel? Neuere Freilandbeobachtungen reichen vom 19. März bis 14. Nov. (BEZZEL u.a. 1993; ferner zwei ältere Erlegungsdaten im Febr. zumindest mit Restzweifeln).

Schwarzstorch
1992 20 bis 27 BP (LEIBL 1993); 28. Febr. bis Anfang s. Nov.; Überwinterungsversuch (BEZZEL u.a. 1993a).

Weißstorch
Brutbestand 1980/84 83 bis 107, 1985/89 60 bis 77 Paare pro Jahr; 1990 80, 1991 65, 1992 78, 1993 88 Paare (LBV) . Überwinterungsversuche nehmen zu; auch mit Vögeln aus Freilassungs"experimenten" ist zu rechnen (z. B. BEZZEL & FÜNFSTÜCK 1992)

Sichler
1900 bis 1949 in mind. 3, 1950 bis 1992 in 12 Jahren Nachweise. Mai bis Mitt Okt.; lokales Maximum 9 Ind. (FRANZ u.a. 1987, BS 1990).

Löffler
1900 bis 1949 in 9, 1950 bis 1993 im 18 Jahren Nachweise. Mitte April bis Okt., Überwinterungsversuch 1993/94 26.Dez. bis 23. Jan. (P. ZACH mdl.); lokales Maximum 18 Ind.

Höckerschwan
Um 1980 ca. 550 BP und rund 2000 Nichtbrüter (RANFTL & UTSCHICK 1983); lokales Maximum nach der Brutzeit 725 Ind.

Zwergschwan
Zahl der Winter mit Nachweisen und mittlere Individuenzahl pro positivem Winter (erkennbare oder wahrscheinliche Doppelermittlungen nicht berücksichtigt): 1949 bis 1958 3 mit 6, 1959 bis 1968 S mit 2, 1969 bis 1978 S mit 3, 1979 bis 1988 7 mit 3, 1989 bis 1992 1 Winter. 6. Dez. bis 20. April; lokales Maximum 10 Ind.

Singschwan
Zahl der Winter mit Nachweisen und mittlere Individuenzahl pro positivem Winter (erkennbare oder wahrscheinlich Doppelermittlungen nicht berücksichtigt): 1949 bis 1958 4 mit 6, 1959 bis 1968 9 mit 16, 1969 bis 1978 10 mit 20, 1979 bis 1988 10 mit 33, 1989 bis 1992 4 mit 20 Ind. Ende Okt. bis 17. April; ausnahmsweise Übersommerungsversuche. Lokales Maximum 40 Ind.; Gesamtzahl in Bayern wohl höchstens 60 Ind. (zum Zugverhalten ZACH 1984, BÖNISCH 1993).

Saatgans
Sept. bis April; lokales Maximum 2000 Ind. (REICHHOLF 1988d, vgl. auch RANFTL u.a. 1989).

Kurzschnabelgans
Wildvögel am ehesten Okt. bis März, lokales Maximum 21 Ind.; aber auch Gefangenschaftsflüchtlinge. Eine kritische Analyse der Beobachtungen ist dringend erwünscht.

Bläßgans
Nov. bis März; lokales Maximum 210 Ind. Mit Gefangenschaftsflüchtlingen ist zu rechnen.

Zwerggans
Drei Erlegungsdaten 19. Jh.; nach 1950 nur ein Nachweis 1954. Eine Beobachtung von 1966 ist ebensowenig ausreichend dokumentiert wie die von 1989 (KLOSE 1990).

Weißwangengans
Wildvögel wohl am ehesten von Nov. bis März; regelmäßig werden auch Gefangenschaftsflüchtlinge festgestellt. Lokales Maximum 20 Ind. Eine kritische Analyse der Beobachtungen ist dringend erwünscht .

Ringelgans
1900 bis 1949 in 11 Wintern einzelne Erlegungsdaten; nach 1950 im Winter 1957/58 eine Erlegung und eine Beobachtung eines Einzelvogels Okt. 1990, die sich auf Wildvögel beziehen könnten. Bei der großen Winterflucht 1986/87 ein Trupp von 28 Ind. (RANFTL u.a. 1989). Nov. bis März.

Rothalsgans
Erlegung von 2 Ind. 1932 und von 1 Ind. 1942, Beobachtung von 4 Ind. 1957 und 1985, letztere zusammen mit 27 Bläßgänsen Ende Dez. (DORNBERGER u.a. 1986). Mit Gefangenschaftsflüchtlingen ist zu rechnen.

Brandgans
Einzelbruten z.B. 1981, 1983 und 1986; ob es sich dabei um Wildvögel handelte, ist fraglich. Lokales Maximum 18 Ind.

Pfeifente
Einzeln übersommernd oder in den Sommermonaten; Einzelbruten 1984 bis 1991 (z.B. RANFTL u.a. 1993); lokales Maximum 350 Ind.

Schnatterente
Lokales Maximum 7829 Ind. (Lokalstudie v. KROSIGK 1991).

Krickente
Lokales Maximum 2493 Ind.

Stockente
Lokales Maximum >7000 Ind.

Spießente
Einzelbruten nachgewiesen 1933, 1934, 1960, 1962 bis 1964, 1966 sowie 1976 (Wildvogel?; ELLROTT 1981, vgl. WÜST 1981) und 1992 (M. KRAUS & M. RANFTL unpubl.), in weiteren Jahren Brutversuche möglich, da einzeln oder paarweise übersommernd. Lokales Maximum 450 Ind.

Knäkente
10. Febr. bis Nov. (Einzelne Winterbeobachtungen fraglich bzw. möglicherweise verletzte Vögel); lokales Maximum 400 Ind.

Löffelente
Lokales Maximum 1175 Ind.

Marmelente
Als Nachweis können allenfalls die beiden 1892 erlegten Vögel (WÜST 1981) gelten.

Kolbenente
Seit 1957 regelmäßiger Brutvogel (neuere regionale Ansiedlung z. B. HEISER 1992b). Lokales Maximum 3168 Ind.; im Winter nur wenige. Mit Gefangenschaftsflüchtlingen ist zu rechnen.

Tafelente
Regionales Maximum 21 700 Ind.

Rinqschnabelente
Je ein Männchen 1976 umd 1979.

Moorente
1950 bis 1963 moch regelmäßiger Brutvogel im maximal über 5 Paaren; seither 1969 und 1978 je ein Brutpaar. Mit Gefangenschaftsflüchtlingen ist bei Eimzelbeobachtumgen zu rechnen. Lokalmaxima 58 Ind. (1934), 11 Ind. (nach 1950).

Reiherente
Lokales Maximum 19676 Ind.

Bergente
Ende Okt. Bis Ende Mai, ausnahmsweise übersommernd (Verletzungen?) . Lokales Maximum 118 Ind. Mit Gefangenschaftsflüchtlingen ist besonders bei futterzahmen Ind. und Sommervögeln zu rechnen .

Eiderente
Brutnachweise 1984, 1985 und 1986 (WILLIG 1985, BANDORF u.a. 1988). Lokales Maximum 50 Ind.

Scheckente
Zwei Meldungen Frühjahr 1975. In die Liste aufgenommen, weil an zwei Orten unabhängig voneinander ein fast bzw. ganz ausgefärbtes Männchen (wohl dasselbe Individuum) beobachtet wurde (s. auch Orginalbeschreibung WYMETAL in KLOSE 1975).

Eisente
30. Okt. bis 15. Mai, einmal Juni. Lokales Maximum 20 Ind.

Trauerente
l. Okt. bis 28. April; lokales Maximum 8 Ind.

Samtente
12. Nov. bis 22.April; lokales Maximum 113 Ind. (BEZZEL & HASHMI 1989c).

Schellente
Seit 1976 als Brutvogel nachgewiesen; 1978 2, 1988 3, 1990 4 Brutgebiete; 1988 gegen 20, 1991 mind. 12 führende Weibchen, Obergrenze wohl gegen 25 bis 30 BP (z. B. BEZZEL 1984, BIERSACK 1987, 1988, LOHMANN & HOHLT 1989, BÖNISCH & LEIBL 1989, BAUER 1993). Lokales Maximum 2300 Ind.

Zwergsäger
6. Okt. bis 27.Mai; ausnahmsweise einzelne (z. T. verletzte) Übersommerer. Lokales Maximum ca. 100 Ind. Winterzahlen seit über einem Jahrzehnt stark zurückgegangen.

Mittelsäger
13. Okt. bis 19. Mai, ausnahmsweise auch Sommergäste; lokales Maximum 25 Ind.

Gänsesäger
Lokales Maximum 490 Ind. (Regionalstudie BEZZEL 1990c).

Weißkopf-Ruderente
Im Hinblick auf die Situation im Südosten Mitteleuropas (vgl. GLUTZ & BAUER 1969) könnte es sich bei den beiden 1954 und 1955 erlegten Vögeln doch um Wildvögel gehandelt haben im Gegensatz zur Auffassung von BARTHEL (1993). Bei den Beobachtungen von Dez. 1982, Nov./Jan. 1986/87, Nov. 1991 (HEISER 1983, 1988, SPINLER 1987, LOHMANN 1993) und dem Nachweis vom Nov. 1990 (85 1992) liegt dagegen ein Zusammenhang mit Gefangenschaftshaltung nahe (Bewertungen für die Schweiz WINKLER 1987 und 1989, für Baden-Württemberg HÖLZINGER 1990).

Wespenbussard
30. März bis 28. Okt. (Darüber hinausgehende Extremdaten sind unsicher) .

Schwarzmilan
11. Febr. bis 8. Dez. Ausnahme: 31. Jan. 1992 ein Durchzügler Wallgau/Kr. Garmisch-Partenkirchen (vgl. auch MOSIMANN 1993). Lokales Maximum 62 Ind. an Schlachtabfällen.

Rotmilan
Lokale Maxima an Schlafplätzen bis 40 Ind.

Seeadler
Ende Okt. bis Anfang April. Insgesamt erreicht der Winterbestand bis zu 10 Ind. (vgl. BEZZEL 1988).

Bartgeier
Einzelne Beobachtungen im Zusammenhang mit Wiedereinbürgerungen in den Alpen außerhalb Bayerns seit 1987 (z. B. WALTER 1993, 1994 und Archiv IfV).

Schmutzgeier
Die beiden Meldungen aus dem 19. Jh. hält schon WÜST (1981) nicht für gesichert. Neuere Beobachtungen von Einzelvögeln 1976 und 1989 (WÜST 1981, DEUTSCH 1989), die nicht dem BS vorgelegen haben, könnten durchaus als Gefangenschaftsvögel eingeordnet werden. BARTHEL (1993) weist alle Beobachtungen in Deutschland nach 1950 als Gefangenschaftsflüchtlinge aus. Doch wird vom BS 1991 für die Beobachtungen von 2 ad., 1 immat. am 17. 6. 1988 über München die Wahrscheinlichkeit Wildvögel höher eingeschätzt als Käf igvögel.

Gänsegeier
Regelmäßig Einzelbeobachtungen von freifliegenden Vögeln vor allem des Salzburger Zoos. In Italien freigelassener Geier s. WALTER 1993.

Schlangenadler
Bis Ende 1987 mind. 45 Einzelmeldungen und -nachweise von April bis Nov. mit Häufung im Mai und Sept. (REICHHOLF 1988c). Neuere Beobachtungen z  B. 1989 (BS 1991), 1991, 1993.

Rohrweihe
Brutbestand hat seit 1970 zugenommen. l. März bis 12. Nov., ausnahmsweise Ende Nov. bis Anfang Dez., Ende Dez. sowie Totfund und 2 Beobachtungen Jan. und 1 Ind. l. Febr.

Kornweihe
Letzter Brutnachweis 1956, Brutverdacht bis 1963, ferner 1979 (NITSCHE & PLACHTER 1987) sowie Brutversuch 1972. Für den ,,Nachweis" um 1985 in RHEINWALD 1993 gibt es offensichtlich keine Unterlagen. Lokales Schlafplatzmaximum im Winter 38 Ind.

Steppenweihe
Letzte Daten 1952 (Erlegung) und 1964 Beobachtung eines Männchens.

Wiesenweihe
Regionale Brutbestände stark schwankend und häufig unsteter Brutvogel. 16. April bis 9. und 11. Okt. (Extremdaten außerhalb dieser Spanne unsicher).

Adlerbussard
Neben zwei schon von WÜST (1981) als nicht sicher bewerteten Meldungen können auch die Einzelbeobachtungen von 1967, 1968 und 1977 nicht als Nachweise gelten. Die Beobachtung vom März 1983 (STREHLOW in v. KROSIGK 1985) ist gut protokolliert, aber nicht vom BS geprüft. Von den vier Daten vor 1950 (WÜST 1981) kann nur die Erlegung von 1938 als Nachweis in Frage kommen.

Rauhfußbussard
6.Okt. bis 29. Apr.; Winterbestände von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich (vgl. BEZZEL 1988).

Schreiadler
Seit Ende der 70er Jahr fast alljährlich Meldungen, von denen aber nur einige bisher vom BS anerkannt sind. Ende April bis Sept. (Dez.datum fraglich). Kritische Sichtung der Daten dringend erwünscht, vor allem auch im Hinblick auf Schelladler .

Schelladler
Erlegungen, von denen wenigstens eine als zuverlässig bestimmt gelten kann, 1958, 1960 und 1967. Ferner mindestens aus 5 Jahren Beobachtungen, von denen bisher keine dem BS vorgelegen hat und die daher nicht als Nachweise gelten können. Ein Nachweis 1991 (LEIBL & WOLF 1993). Die Beobachtung von 1968 ist nach dem Datum wahrscheinlich, wurde aber ohne nähere Beschreibung publiziert. Der größte Teil der Angaben vor 1950 und vor allem im 19. Jh. ist der Artbestimmung nach unsicher. Ausführlich beschriebene Beobachtungen REICHHOLF 1983, ferner LEIBL 1983 und SCHMAGER 1985. Neuere Meldungenn zwischen Okt. und Jan.

Steinadler
48 bis 50 Revierpaare (BEZZEL 1994).

Zwergadler
Vor 1950 einige Erlegungsdaten, nach 1950 nur 1973 2 und 1991 3 (WALTHER 1993) Beobachtungen, die nicht als Nachweise gelten können. Ein von der DS anerkannter Nachweis Juli 1991 (SCHULZE 1993).

Habichtsadler
1976 Beobachtung eingehend beschrieben (erste für die Deutschland), ferner 2 Beobachtungen 1977. In allen Fällen keine Fotobelege oder Prüfung durch BS und entflogener Vogel aus Greifvogelhaltungen nicht ganz auszuschließen, nicht zuletzt wegen des Zusammenfallens der Beobachtungen auf 15 Monate. Aufnahme in die Liste daher unter Vorbehalt.

Fischadler
Einzelnachweise auch Dez., Jan., Febr.

Rötelfalke
Hinweise auf ehemaliges Brüten in Bayern sind nicht belegt; auch bei vielen Erlegungsdaten vor 1950 sind Verwechslungen mit Turmfalken nicht auszuschließen, in einigen Fällen wahrscheinlich. Immerhin wurden aber etwa 7 Männchen zwischen 1848 und 1910 erlegt, aber wohl nur einige davon von Fachleuten untersucht und ohne Übermittlungsfehler (,,Rüttelfalke" wird leicht zu Rötelfalke!) in die Literatur aufgenommen. Eine Beobachtung 1937 kann nicht als Beleg gelten. Je eine Beobachtung 1947, 1955, 1964 und 1978 wurde entweder aus größerer Nähe von Kennern der Art oder akustisch gestützt.

Rotfußfalke
Brutmachweis 1954 und 1956; Brutverdacht 1953, 1957 bis 1960; für 1990 vgl. PFEIFER & THALER 1992. Anfang des 20. Jh. so gut wie, seit 1953 alljährlich. 21. April (19. Jh. 16. April; ein Extremdatum 28. März ist bereits von WÜST 1981 nicht berücksichtigt worden) bis 27. Okt. Lokales Maximum vor 1950 50, nach 1950 24 Ind.

Merlin
Einzelbeobachtungen aus jedem Winter; 10. Aug. (?) bis 20. April, alle bisherigen Sommerbeobachtungen fraglich.

Baumfalke
3. April bis Mitte Okt. Jagende Konzentrationen bis zu 18 Ind.

Würgfalke
Mit entflogenen Beizvögeln und auch Zuchtbastarden (vgl. Hinweise auf Schwierigkeiten der Großfalkenbestimmung bei v. KROSIGK 1988) ist zu rechnen; da bisher keine anerkannten Frühjahrsbeobachtungen vorliegen, wurden die nicht näher beschriebenen und anerkannten Beobachtungen 1985 (BAIER 1988) nicht berücksichtigt. 1960 bis 1993 mind. in 12 Jahren Beobachtungen und ein Totfund in Südbayern, davon einige vom BS anerkannt. Davon 1 mal Juni, 3 mal Aug., 2 mal Sept., 7 mal Okt. und je zweimal Nov. bis Dez. Abgesehen von fehlenden Hinweisen spricht auch die Konzentration auf bestimmte Gebiete mit regelmäßiger Beobachtung (z. B. Ismaning, Werdenfelser Land) und auf den Herbst dafür, dass es sich zumindest z. T. nicht um entflogene Beizvögel handelt. Kritische Sichtung der Meldungen erwünscht .

Gerfalke
Seit 1970 in mind. 4 Jahren Einzelbeobachtungen, die den Umständen nach nicht auf entflogene Beizvögel deuten (z. B. REICHHOLF 1988), aber alle nicht vom BS geprüft und manche mit Restzweifeln (auch Bastarde sind möglich).

Wanderfalke
Gesantbestand um 1993 über 100 Brutpaare, davon 21 außerhalb der Alpen (LBV; vgl. v. ESCHWEGE 1993).

Steinhuhn
Letzte publizierte Beobachtungen auf bayerischen Boden 1978, 1983 und 1984 (u.a. WALTER 1985).

Wachtel
10. April bis 22. Nov.

Wasserralle
Regionaler Rückgang z. B. REICHHOLF 1982. Nur in kleiner Zahl regelmäßig überwinternd .

Tüpfelsumpfhuhn
Mitte März bis 3. Nov. (Durchzug z. B. REICHHOLF 1982).

Kleines Sumpfhuhn
Brutvorkommen unstet, aber wohl noch regelmäßiger einzelner Brutvogel; Brutnachweise aber aus neuerer Zeit nicht bekannt. Jährlicher einzelner Durchzügler, die meisten Meldungen nicht überprüft; 31. März bis 3. Nov. (ein Winterfund eines verletzten Vogels).

Zwergsumpfhuhn
Brutnachweis 1955. Sonst seit 1950 in 9 Jahren Meldungen aus den Monaten Mai bis Okt., in einigen Jahren mehrere. Die Meldungen sind aber nicht überprüft.

Wachtelkönig
Mitte März bis Ende Sept. (HASHMI 1992; lokale Bestandensentwicklung an einem der wichtigsten Brutplätze BEZZEL & SCHÖPF 1991, Habitatwahl SCHÄFFER & MÜNCH 1993).

Bläßhuhn
Lokales Maximum 19840 Ind.

Kranich
Durchzug März/April und Okt./Nov. Neuere Beobachtungen auch mehrfach Mai, ausnahmsweise Juni, Anfang Juli, Ende Aug. und bis Anfang Dez.

Kragentrappe
Ein Nachweis Nov. 1974.

Großtrappe
Nach 1950 3 Nachweise und je eine Meldung 1953, 1954, 1967 und 1969.

Austernfischer
1900 bis 1949 in mind. 12, 1950 bis 1969 in mind. 11, 1970 bis 1992 in mind. 20 Jahren . 27. März bis 9. Dez . (zweifelhafte oder mangelhaft datierte Extremdaten nicht gewertet) . Lokales Maximum vor 1950 12, nach 1950 6 Ind.

Stelzenläufer
Brut 1957, mindestens Brutversuche 1858, 1964, 1965, 1967. 1900 bis 1949 in mind. 5, 1950 bis 1969 in 11, 1970 bis 1993 in 13 Jahren. 17. April bis Ende Sept.; lokales Maximum 14 Ind.

Säbelschnäbler
Eiablage 1971. 1900 bis 1949 in mind. 9, 1950 bis 1969 in 11, 1970 bis 1992 in mind. 20 Jahren . 19. März bis 23. Dez.; lokales Maximum 9 Ind.

Triel
Brutvogel bis mind. 1933, vielleicht bis 1936 und Brutverdacht 1946. 1950 bis 1993 Beobachtungen in 15 Jahren; neuere Daten 3. April bis 16. Okt.; lokales Maximum 5 Ind.

Rennvogel
Von den 5 bei WÜST (1981) aufgeführten Meldungen vor 1950 kann nur eine von 1905 als Nachweis gelten.

Rotflügel-Brachschwalbe
1900 bis 1949 in 4 (erstmals 1932) , 1950 bis 1969 in 6, 1970 bis 1990 in 9 Jahren bis 3 Ind. (ob alle diese Art?). 29. April bis 29. Aug.

Schwarzflügel-Brachschwalbe
1964, 1967 und 1973 je ein Ind. beobachtet; wenigstens 2 der Beobachtungen sind ausführlich beschrieben. Eine weitere, gut beschriebene, aber nicht vom BS geprüfte Beobachtung 1983 (Archiv IfV).

Flußregenpfeifer
Gesantbestand 1993 ca. 230 Brutpaare (LBV); regionaler Bestandsverlauf z. B. BÖNISCH & MÖHRLEIN 1991, BEZZEl u.a. 1993b; Übersicht Nordbayern RANFTL 1983b.

Sandregenpfeifer
Anfang März bis Mitte Nov., ausnahmsweise Dez.; lokales Maximum 70 Ind.

Seeregenpfeifer
1900 bis 1949 in 5, 1950 bis 1969 in 7, 1970 bis 1989 in 14 Jahren bis 2 Ind. 12. April bis 18. Juni (einmal Juli) sowie Ende Aug. bis 18. Okt.

Mornellregenpfeifer
Hinweis auf mögliche Brut 1933 bei STRAUBINGER 1990. 1900 bis 1949 in mind. 7 Jahren Erlegungen oder verletzte Ind. gegriffen und einmal 12 bis 15 beobachtet; 1950 bis 1969 in mind. 5, 1970 bis 1993 in mind. 8 Jahren bis max. S Ind. Je einmal Ende April und Ende Juni, sonst 11. Aug. bis Anfang Sept.; ältere Daten auch Okt., Anfang Nov. und 10. Dez.

Goldregenpfeifer
Mitte Februar bis Mitte Juni, Mitte Juli bis Dez., ausnahmsweise Anfang Januar; lokales Maximum 514 Ind. (u.a. REICHERZER 1985b) .

Kiebitzregenpfeifer
Ende April bis Ende Juni, Ende Juli bis Nov., einmal Dez.; lokales Maximum 113 Ind.

Steppenkiebitz
Drei gut beschriebene Beobachtungen Aug./Sept. 1973, Oktober 1975, Oktober 1982 (HEISER 1982) sowie von vielen Beobachtern bestätigt Okt. 1986 (BANDORF u. a.1988) und je ein Nachweis Nov. 1984 (REICHERZER 1985a), Auq./Sept. 1988 (BS 1990, SCHLÖGEL 1991).

Knutt
1900 bis 1949 in mind. 9, 1950 bis 1969 in 15, 1970 bis 1989 in mind. 18 Jahren. Ausnahmsweise 12. März, 2 Aprildaten, sonst Mitte Mai bis Mitte (ausnahmsweise Ende) Juni, 21. Juli bis 7. Nov. (eine ältere Beobachtung vom 13. Nov. bei WÜST 1981 aus verschiedenen Gründen zweifelhaft) . Lokales Maximum 22 bis 25 Ind.

Sanderling
1900 bis 1949 in mind. 11, 1950 bis 1969 in 15, 1970 bis 1993 in 22 Jahren. Lokales Maximum 9 Ind. 31. März bis Ende Juni, 25. Juli bis 29. Okt., je einmal 8. Nov. und l. Dez.; lokales Maximum 9 Ind.

Zwergstrandläufer
April bis 24. Juni; Mitte Juli bis Nov., ausnahmsweise Dez.; lokales Maximum 149 Ind.

Temminckstrandläufer
1900 bis 1949 in 10, 1950 bis 1969 in 13 Jahren, 1979 bis 1993 alljährlich. März bis 24. Okt.; lokales Maximum 48 Ind.

Graubrust-Strandläufer
Erstnachweis 1956; 1956 bis 1993 Meldungen aus 17 Jahren, davon in mind. 2 Jahren möglicherweise 2 verschiedene Individuen; die Dez.beobachtung 1979 ist in der publizierten Form (STREHLOW 1982) als nicht ausreichend dokumentiert zu bewerten. 25. April bis Ende Mai, August bis l. Nov. .

Sichelstrandläufer
Ausnahmsweise März, sonst April bis Ende Juni, Mitte Juli bis Nov.; lokales Maximum 183 Ind.

Meerstrandläufer
Belege Nov. 1869, Febr. 1870, Sept. 1955. Die Beobachtung April 1947 erfüllt in der publizierten Form nicht die Bedingungen eines Nachweises, die Meldung Mai 1988 wurde vom BS (1991) abgelehnt.

Alpenstrandläufer
Ausnahmsweise Jan./Febr., sonst März bis Dez.; lokales Maximum 606 Ind.

Sumpfläufer
1900 bis 1949 in 6 , 1950 bis 1969 in 14, 1970 bis 1993 in 15 Jahren. 8. Mai bis 18. Okt., lokales Maxmimum 4 Ind.

Grasläufer
Sept. 1985 ein Nachweis; Okt. 1991 eine gut dokumentierte Beobachtung (anerkannt DS 1994).

Kampfläufer
25. Febr. bis Mitte Nov., ausnahmsweise Ende Nov. bis Ende Dez. und Jan./Febr.; lokales Maximum 9000 Ind.

Zwergschnepfe
Ganzjährig, aus diesem Jahrhundert aber keine Junibeobachtung bekannt.

Bekassine
Ganzjährig; regionaler Bestandsverlauf z. B. BÖNISCH & MÖHRLEIN 1991.

Doppelschnepfe
Gegenwärtiger Status unbekannt; keine neuere Beobachtungen aus Bayern ist vom 85 bisher anerkannt, die Zahl der als unzureichend geltenden dokumentierten Beobachtungen für Deutschland ist generell relativ hoch. Einzige neuere als ausreichend dokumentiert geltende Feststellung: Mai/Juni 1978 1 Ind. balzend. Sicher aber auf dem Durchzug (regelmäßig?) zu erwarten.

Uferschnepfe
Gegenwärtiger Brutbestand unter 100 Paare; Brutbestand und entwicklung in Teilgebieten RANFTL 1983 a, DORNBERGER & RANFTL 1983, RANFTL & DORNBERGER 1990, LEIBL 1993. März bis Okt.; lokales Maximum 175 Ind.

Pfuhlschnepfe
1900 bis 1949 Daten aus 10, 1950 bis 1969 aus 14, 1970 bis 1989 aus mind. 17 Jahren. 2. März bis 15. Juni, 5. Juli bis 20. Okt. (ein altes Erlegungsdatum Nov.), 2 Januarbeobachtungen mit Restzweifeln; lokales Maximum 13 Ind.

Regenbrachvogel
24. März bis Anfang Oktober, Meldungen außerhalb dieser Zeitspanne nicht sicher; lokales Maximum 24 Ind.

Großer Brachvogel
1980 930 bis 933 BP (RANFTL 1982), nach 1990 500 bis 700 Paare. Brutbestand und -entwicklung in Teilgebieten DONRBERGER & RANFTL 1983, SCHWAIGER & BANSE 1989, RANFTL & DORNBERGER1990. In kleiner Zahl mitunter überwinternd.

Dunkler Wasserläufer
Ende März bis Nov., ausnahmsweise überwinternd; lokales Maximum 187 Ind.

Rotschenkel
Gesamtbestand 1972 bis 1991 maximal zwischen 10 und 20 Brutpaaren (DORNBERGER & RANFTL 1983, RANFTL & DORNBERGER 1990, LEIBL 1992). 10. März bis Nov., ausnahmsweise Febr.; lokales Maximum 40 Ind.

Teichwasserläufer
Im 20. Jh. erstmals 1934; 1950 bis 1969 in 14, 1970 bis 1989 in 17 Jahren. 26. März bis 6. Okt.; lokales Maximum 6 Ind.

Grünschenkel
3. März bis Nov., ausnahmsweise bis Jan.; lokales Maximum 70 Ind.

Kleiner Gelbschenkel
Ein Nachweis Nov. 1990 bis Jan. 1991 (BS 1992, HEISER 1992a).

Waldwasserläufer
Als Brutvogel mindestens seit 1976 nachgewiesen, maximaler Gesamtbestand wohl unter 10 Brutpaare (BÖNISCH, LEIBL & MÖHRLEIN 1991). Lokales Maximum 20 Ind.

Bruchwasserläufer
Ende März bis 11. Nov.; lokales Maximum 945 Ind.

Terekwasserläufer
Nachweise: Erlegung 1884; Mai/Juni 1972 je ein Ind. an 3 verschiedenen Stellen (vielleicht dasselbe), Juni 1976, Juli 1982 (u. a. STREHLOW 1987, BS 1991) sowie Mai 1992. Nicht ausreichend dokumentierte Beobachtungen Mai 1977, Juni 1978, April 1980, Aug. 1985.

Flußuferläufer
Brutbestand in Teilgebieten z  B. THEISS u.a. 1992. April bis Nov., gelegentlich Dez. bis März.

Drosseluferläufer
Ein Nachweis 1988 (LISSAK & WILLY 1991).

Steinwälzer
1900 bis 1949 in S Jahren, 1950 bis 1993 in nur höchstens 6 Jahren keine Meldung. 6. April bis 9. Juni, 28. Juli bis 7. Nov.; lokales Maximum 4 Ind.

Odinshühnchen
1900 bis 1949 in 6, 1950 bis 1969 in 15 Jahren, 1970 bis 1992 alljährlich. 7. Mai bis 28. Juni, einmal Anfang Juli, sonst 27. Juli bis 14. Nov. Eine Ausnahmebeobachtung (diese Art?) 20. Dez. (Thorshühnchen sind ab Nov. generell wahrscheinlicher); lokales Maximum 4 Ind.

Thorshühnchen
2 Erlegungen 19. Jh., 1 Nachweis 1900 bis 1950, mind. 10 Nachweise 1950 bis 1990 und weitere noch nicht geprüfte Beobachtungen 1991 und 1993. Monate der Erstfeststellungen: 8 mal Nov., zweimal Okt., je einmal Dez., Jan., März (nicht berücksichtigt BÖNISCH 1986). Eine Augustmeldung bei RANFTL & DORNBERGER (1984) sollte im Hinblick auf das frühe Datum nochmals überprüft werden, unsicher ist eine Sept.-Meldung.

Kleine und mittelgroße Raubmöwen
Die Schwierigkeiten der Bestimmung unausgefärbter Vögel sind trotz neuer sehr guter Literatur groß, Fehlbestimmungen der drei kleineren Arten häufig, zumal die meisten nicht nach den neuerdings zusammengestellten Kriterien bei viel geringerer Kenntnis der Details gemeldet wurden. Eine gründliche Revision der bayerischen Daten und Belege ist daher angezeigt, ebenso eine möglichst sorgfältige Dokumentation neuerer Beobachtungen, insbesondere auch bei länger verweilenden Individuen. Für alle drei kleineren Arten liegen aus neuester Zeit anerkannte Nachweise für Bayern vor. Regelmäßigkeit und vor allem Häufigkeitsverhältnisse lassen sich jedoch derzeit nur unter Vorbehalt geben. Die nachfolgende Ubersicht basiert auf Meldungen (von denen nur wenige als Nachweise gelten können!); ausgeschieden sind nur offensichtlich unzureichend erkannte Individuen.

Spatelraubmöwe
1900 bis 1949 in 11, 1950 bis 1969 in 6, 1970 bis 1993 in 13 Jahren. April, Juli bis Nov.; lokales Maximum 3 Ind.

Schmarotzerraubmöwe
1900 bis 1949 in mind. 8, 1950 bis 1969 in 13, 1970 bis 1993 in 16 Jahren. März, Mai bis Okt.; lokales Maximum 3 Ind.

Falkenraubmöwe
Einzelmeldungen 1900 bis 1949 aus 6, 1950 bis 1969 aus 2, 1970 bis 1993 aus 7 Jahren; Mai, Juli bis Okt.

Skua
Vor 1953 kein Nachweis; sichere Daten von 1953 bis 1993 in 14 Jahren, Einzelvögel und Totfunde. März, Juni bis Anfang Dez. (ein Totfund am Bodensee nicht mitgerechnet) .

Schwarzkopfmöwe
Als erstes Beobachtungsjahr hat wohl 1962 zu gelten; erster Brutversuch 1980; nach 1980 wohl alljährlich einzelne Brutversuche und auch erfolgreiche Bruten (maximal 4 Paare lokal 1993, H. RANFTL briefl.); in allen Monaten des Jahres beobachtet, meist nur Einzelvögel oder Paare.

Zwergmöwe
Seit mindestens 1970 deutliche Zunahme; ausnahmsweise Januar bis März, sonst April bis Dez.; lokales Maximum mind. 200 Ind.

Schwalbenmöwe
Eine Beobachtung 1952. Die Beobachtung vom Sept. 1982 ist trotz eingehender Beschreibung nicht zweifelsfrei und müßte zumindest durch die DS geprüft werden (BERNECKER 1983).

Lachmöwe
Gesamtbestand 1963 8900, 1975 30 100, 1991 39 900 BP (HEINZE 1992).

Ringschnabelmöwe
Ein Nachweis 1991 (RENDALL 1991, WÜST 1991).

Sturmmöwe
Erste Eiablage 1957, erste erfolgreiche Brut 1961; seither regelmäßig Brutversuche und Bruten einzelner Paare an wenigen Stellen. Lokales Maximum 350 Ind.

Heringsmöwe
1900 bis 1949 in mind. 11, 1950 bis 1969 in 14 Jahren, 1970 bis 1992 alljährlich in allen Monaten; lokales Maximum 18 Ind.

Weißkopfmöwe
Erstmals sicher erkannt 1979 (KÖHLER 1984); einzelne Bruten ab 1987 (z. B. REICHHOLF 1987, LOHMANN 1988, BAR & JOCHUMS 1993b); lokales Maximum 74 Ind.

Silbermöwe
Anfänge des regelmäßigens Vorkommens im 20. Jh. durch Verfachtungsversuche ab 1950; heute regelmäßiger Gast in allen Monaten; lokale Maxima unter 10 Ind. Gelegentliche Bruten wohl Gefangenschaftsflüchtlinge (z.B. RANFTL u.a. 1988).

Mantelmöwe
1900 bis 1949 in mind. 5, 1950 bis 1969 in 6, 1970 bis 1993 in 17 Jahren. Alle Monate; lokales Maximum 6 Ind.

Dreizehenmöwe
1900 bis 1949 in mind. 10, 1950 bis 1969 in mind. 14, 1970 bis 1989 in mind. 15 Jahren, 1990 bis 1993 alljährlich. EndeAugust bis Mitte Mai, lokales Maximum 8 Ind. (größere Trupps aus alten Meldungen nicht berücksichtigt) .

Lachseeschwalbe
Brutvogel bis 1934. 1949 bis 1993 in mind. 19 Jahren Meldungen über je 1 bis 2 Vögel; Mitte April/Mai, Juli bis 22. Sept.

Raubseeschwalbe
April bis Oktober, ausnahmsweise Nov.; lokales Maximum 29 Ind.

Brandseeschwalbe
Erst seit 1961 in Bayern festgestellt; 1961 bis 1993 in mind. 21 Jahren, 1986 bis 1993 alljährlich; Mai bis Mitte Sept.; lokales Maximum 15 Ind.

Flußseeschwalbe
Gesamtbestand 1980 37, 1985 89, 1990 106, 1991 121 BP; 1979 bis 1991 im Mittel 76 BP (NITSCHE 1992; ferner BAR & JOCHUMS 1993 a). Ende März bis Anfang Oktober.

Küstenseeschwalbe
Beobachtungen 1971, 1977, 1979, 1985, 1992; 1989 und 1990 lokal bis 5 ad., 1989 balzend und 1990 Brutversuch mit Flußseeschwalbe, Letztbeobachtung 20. Nov. 90 (STREHLOW 1992, BS 1991, 1992).

Zwergseeschwalbe
1900 bis 1949 in mind. 4, 1950 bis 1969 in 11, 1970 bis 1993 in 17 Jahren bis max. 4 Ind. 3. Mai bis l. Okt.

Weißbart-Seeschwalbe
l. April bis Anfang Oktober; lokales Maximum 28 bis 30 Ind.

Trauerseeschwalbe
April bis Anfang Nov.; lokales Maximum 600 Ind.

Weißflügel-Seeschwalbe
Ende April bis Anfang Nov.; lokales Maximum 110 Ind.

Trottellumme
Die beiden Erlegungsdaten bei WÜST (1981) von 1904 und 1908 können nicht als Nachweise gelten. Bisher übersehen wurde eine Erlegung am 18. Dez. 1955; der Beleg ging in die Sammlung des Naturwissenschaftlichen Vereins Würzburg (ROSENBERGER in BRUNS 1959).

Tordalk
Ein Beleg 1890 (WÜST 1981); die Beobachtung eines Ind. im März 1987 bei Lindau hat dem BS nicht vorgelegen, ist aber eingehend beschrieben (SEITZ 1988a) .

Gryllteiste
Ein Erlegung 1924.

Hohltaube
14. Febr. bis Ende Okt., ausnahmsweise bis 2. Dez.; regelrechte Überwinterung bisher nicht bekannt (je ein älteres Jan.-und Febr. Datum) .

Ringeltaube
6. Febr. bis Dez.; Jan. Daten bekannt, aber offenbar nicht regelmäßig überwinternd.

Türkentaube
Spätestens seit 1944 eingewandert; Brutvogel etwa seit 1946, vielleicht schon einige Jahre früher.

Turteltaube
Extremdaten 16. April und 15. Okt.

Häherkuckuck
Eine Erlegung 1968.

Kuckuck
11. März bis 10. Okt.; einmal 16. Nov.

Zwergohreule
Einzelmeldungen und Nachweise nach 1950: 1951, 1964, 1968, 1970, 1983. Brut oder Brutverdacht 1959 bis 1963 sowie 1990 bis 1993 3 bis 5S BP (mdl. Mitt.). Mai bis Sept.

Uhu
BEZZEL & SCHÖPF 1986, SCHERZINGER 1987.

Schnee-Eule
2 bis 3 bedingt als Nachweise zu wertende Meldungen aus dem 19. Jh. (WÜST 1986); im 20. Jh. offenbar nur Flüchtlinge aus Gefangenschaft (WALTER 1985, WÜST 1986, STRAUBINGER 1990).

Sperbereule
5 Erlegungsdaten 19. Jh., 5 Erlegungsdaten 1902 bis 1929 (WÜST 1986).

Steinkauz
Bayerischer Brutbestand offenbar auf wenige Einzelpaare zusammengeschmolzen. Die Verbreitung in RHEINWALD 1993 trifft sicher nicht mehr zu.

Habichtskauz
Brutvorkommen Ende der 20er Jahre erloschen. Freilassungen seit 1975, erste Freilandbrut 1990; 5 BP 1993 (SCHÄFFER 1993).

Waldohreule
Lokale Maxima an Schlafplätzen bis über 70 Ind. (z. B. SCHULZE in DORNBERGER 1994).

Sumpfohreule
1950 bis 1972 in 16 Jahren Brutmachweise, 1974 Sommerbeobachtungen, Brutmeldung 1986 in ungewöhnlichem Habitat (SCHMALZ 1986). Seither kein verbürgter Brutnachweis; im Brutvogelatlas Bayern für 1979 bis 1983 in zwei Rasterfeldern ,,wahrscheinlich" brütend (NITSCHE & PLACHTER 1987), in der Kartierung Deutschland 1985 dagegen 2 Brutvorkommen für Bayern eingetragen (RHEINWALD 1993), für die aber konkrete Unterlagen zu fehlen scheinen.

Ziegenmelker
Ausnahmsweise März (15. und 29.), selten April, bis 24. Okt., einmal 4. Nov.

Mauersegler
8. April bis 4. Nov.

Alpensegler
In 4 Jahren im 19. Jh.; 1900 bis 1949 in 6, 1950 bis 1993 in 14 Jahren bis zu 4 Ind.; 2. März bis 15. Sept.

Bienenfresser
Brutnachweise mind. 1843, 1854, 1858, 1956, 1966, 1967, 1969, 1983, 1984, 1991, 1992, 1993 und Brutverdacht mind. 1964, 1973; max 5 bis 6 BP 1900 bis 1949 in mind. 4, 1950 bis 1969 in mind. 10, 1970 bis 1993 in mind. 14 Jahren. Zugmaxima über 20 Ind. , 25. März bis 24. Sept.

Blauracke
Schon um die Jahrhundertwende an bekannten Brutplätzen Abnahme gemeldet. Letzte Hinweise auf Bruten ohne Belege 1930 bis 1933; um 1970 Brutverdacht. Jahre mit Beobachtungen/Meldungen pro positives Jahr: 1950 bis 1959 3/2, 1960 bis 1969 9/4, 1970 bis 1979 10/4, 1980 bis 1989 6/2. Nach 1986 wurde bis jetzt keine Beobachtung mehr publiziert. Ende März bis Anfang Okt.

Wiedehopf
Bis etwa 1984 regelmäßiger Brutvogel in einzelnen Paaren; seither nur 1987 verbürgte Brut (REINSCH 1988), Sommerbeobachtungen rufender 1988, 1990 bis 1992. Das Verbreitungsbild in RHEINWALD 1993 dürfte gegenwärtig wohl nicht mehr zutreffen. Einmal 28. Febr. (ZACH in Jber. OAG Ostbayern 20, 1993: 61), sonst 29. März bis 25.Okt., einmal 6. Nov.

Wendehals
10. März bis Mitte Okt.

Kurzzehenlerche
Seit 1964 nachgewiesen, bis 1992 in mind. 7 bis S Jahren, in mehreren Jahren an einer Stelle brutverdächtig (LANG 1987, Einzelheiten nach 1986 jedoch bisher nicht publiziert); April bis Juli.

Heidelerche
Ende (ausnahmsweise Anfang) Febr. bis End.e Nov., ausnahmsweise Anfang Dez.

Ohrenlerche
1950 bis 1985 in mind. 18 Wintern. 19. Dez. bis 16. April, einmal Julibeobachtung (Publikation in Vorbereitung); lokales Maximum 23 Ind.

Uferschwalbe
13. März bis 4. Nov., ausnahmsweise bis 9. Dez.

Felsenschwalbe
Maximaler Brutbestand. seit 1950 zwischen 20 und. 40 Paaren, einzelne Jahre auch ohne Brutnachweis; Anfang März bis Mitte Okt.

Rauchschwalbe
Anfang März bis Mitte Nov., ausnahmsweise Anfang Dez.

Rötelschwalbe
Je ein Nachweis 1974, 1981, 1986, 1987 (BEZZEL 1990a, BS 1990); die Meldung von 1992 (DEUTSCH-REITINGER 1992) ist bisher nicht bei der DS eingereicht worden.

Mehlschwalbe
27. März bis Ende Okt. (ausnahmsweise 2. und. 8. März 1990), 3 Nov.daten 19. Jh.; im 20. Jh. je einmal 3., 5. und. 16. Nov.

Spornpieper
Nur ein Nachweis 1965 (vgl. BEZZEL 1990a).

Brachpieper
Brutbestand wahrscheinlich unter 50 Paare, stark abnehmend.;
12. April bis 30. Sept., ausnahmsweise bis 12 Nov.; lokales Maximum 25 bis 30 Ind.

Baumpieper
17. März bis 3. Nov.

Wiesenpieper
Ganzjährig; sichere Überwinterungen von Trupps nachgewiesen.

Rotkehlpieper
3. April bis 20. Mai, 3. Sept. bis 26. Okt.; frühere und spätere Beobachtungen nicht sicher (vgl. auch WÜST 1986). Lokales Maximum 8 Ind.

Schafstelze
4. März bis 21. Nov. (einmal 13. Dez.); lokales Maximum (Schlafplatz) 1570 Ind.

Zitronenstelze
Nachweise 1986, 1988, 1990, 1991, 1993; nicht der DS eingereichte Beobachtungen 1988, 1991 (BEZZEL 1990a, SCHULZE 1992). April, Mai, Sept.

Bachstelze
Wohl jährlich einzeln oder in kleiner Zahl überwinternd.

Seidenschwanz
8. Okt . bis ausnahmsweise 20. Mai; einmal 23. Juni 1 Ind.; lokale Maxima bis 1000 Ind.

Wasseramsel
3000 bis 5000 BP (BEZZEL 1987a); Regionalstudien z. B. SCHLEMMER 1992.

Sprosser
Zwei Nachweise 19.Jh.; ferner Einzelnachweise 1966, 1979, 1984, 1987 (BEZEEL 1990 a, STRAUBINGER 1990) und Meldungen, von denen einige aber nur Verdacht äußern, 1988, 1989 und. 1990 (z.B. JUNG 1990).

Nachtigall
Anfang April bis Mitte Sept. (einmal Nov.?).

Blaukehlchen
10. Febr. bis 7. Nov. Regionale Bestandsentwicklung FRANZ & THEISS 1987.

Blauschwanz
Ein Nachweis 1971.

Hausrotschwanz
Ende Febr. bis Nov.; Einzelbeobachtungen Dez. bis Febr., auch erfolgreiche Überwinterungen ausmahmesweise nachgewiesen .

Gartenrotschwanz
Anfang April bis l. Nov. (je einmal 15. März und Mitte Dez.).

Braunkehlchen
Umfassende Regionalanalyse RANFTL 1988. 16. März bis 20. Okt.

Schwarzkehlchen
23. Febr. bis 29. Dez.

Steinschmätzer
16. Febr. bis 3. Nov. (13. Nov. im 19. Jh.).

Mittelmeer-Steinschmätzer
Ein Nachweis 1953 (BEZZEL 1990a).

Steinrötel
Brutnachweise 1953 und. 1983, Brutzeitbeobachtungen 1971, 1977, 1978, 1979, 1982, 1990; Frühjahrs- und Herbstbeobachtungen 1982, 1984 (WALTER 1983, 1985, SCHÖPF 1987, 85 1992, LIEDER 1992).

Erddrossel
Zwei Nachweise 1981.

Einsiedlerdrossel
Ein Nachweis 1851.

Ringdrossel
19. März bis Nov.; Einzelne Dez. und Jan.-Daten (ANTON u.a. 1993).

Naumanndrossel
Zwei Nachweise 19. Jh.

Bechsteindrossel
Zwei Nachweise 19. Jh.; ein Nachweis 1960.

Singdrossel
Mitte Febr. bis Ende Nov.; einzelne Dez. bis Febr.

Rotdrossel
Mitte Jan. bis Mitte Mai, Sept. bis Mitte Dez., aber in der Regel pro Winter wenige Januardaten. Brutnachweise 1865 und 1982 sowie grenznah in Österreich 1939 und 1977. Sommerbeobachtungen nach Mitte Mai 1900 bis 1949 in mind. 4, 1950 bis 1990 in mind. 8 Jahren.

Seidensänger
Ein Nachweis 1981. Eine Meldung von 1989 ist nicht dem BS vorgelegt worden (HAUSMANN 1990).

Feldschwirl
l. April bis 10. Okt.

Schlagschwirl
Mai bis Juli.

Rohrschwirl
18. April bis S. Sept. (Fang; eine Beobachtung 11. Okt.)

Mariskensänger
Nachweise 1962, 1963, 1981, 1982; 1984 Brutverdacht. Je eine Beobachtung 1992 und 1993 wird von der DS noch bearbeitet.

Seggenrohrsänger
Ende April bis Ende Mai, Ende Juli bis Anfang Okt.; starke Abnahme der Beobachtungen.

Schilfrohrsänger
8. April bis 9. Okt.; regionale Studien KLOSE 1987, ZACH 1987, BÖNISCH 1988.

Sumpfrohrsänger
30. April bis 26. Sept.

Teichrohrsänger
17. April bis 22. Nov.

Drosselrohrsänger
Mitte April bis 13. Okt.

Gelbspötter
Ausnahmsweise ab 6. April bis Mitte Sept.

Orpheusspötter
Ein Nachweis und eine Beobachtung 1988 (KRAUSS 1988, REICHHOLF l988b) . Drei von der DS noch nicht bearbeitete Meldungen 1990, 1991 und 1993.

Weißbart-Grasmücke
Je ein Nachweis 1969, 1988, 1991 (u. a. HEINLE 1988, DS briefl.).

Samtkopf-Grasmücke
Ein Nachweis 1977.

Orpheusgrasmücke
Ein Nachweis 1933.

Sperbergrasmücke
Letzte Nachweise an traditionellen Brutplätzen 1952; einzelne singende Männchen u.a. 1979, 1981, 1982. Eine Brutmeldung 1974 wird schon von WÜST (1986) bezweifelt, ist aber von NITSCHE & PLACHTER 1987 ohne Kommentar angegeben. 1985 wird 1 ad mit 2 flüggen juv. gemeldet, leider ohne nähere Beobachtungsumstände (KLOSE 1987), auf das sich wohl auch das bei RHEINWALD 1993 gemeldete sichere Brutvorkommen bezieht. 1990 7 sing. Männchen an einer Stelle (KLEIN & BEIGEL 1991), 1993 ebenda 3 bis 4 BP geschätzt (KLEIN in DORNBERGER 1994). 9. April bis 12. Oktober.

Klappergrasmücke
5. April bis 31. Okt.

Dorngrasmücke
12. April bis 5. Okt.

Gartengrasmücke
8. (aber meist nicht vor Ende) April bis Mitte Okt. (der bei WÜST 1986 gemeldete Gesang am 22. Okt. ist nach Überprüfung der näheren Beobachtungsumstände mit Sicherheit ein Irrtum) .

Mönchsgrasmücke
21. März bis Ende Nov., ausnahmsweise bis Ende Dez.; zweimal Ende Jan., je einmal 15. Febr. und 14.- 20. Febr.

Grünlaubsänger
Nachweise 1967, 1979, 1980, 1983, 1985, 1990 (BEZZEL 1990 a, BS 1992), vielleicht auch Brutverdacht.

Gelbbrauen-Laubsänger
Nachweise 1918, 1962, 1975, 1979, 1982, 1988, 1990 (BEZZEL 1990a, BS 1992); noch nicht geprüfte Beobachtung 1991.

Berglaubsänger
13. April bis 23. Sept.

Waldlaubsänger
8. April bis 21. Sept. (u. a. BEEZEL 1987b)

Zilpzalp
15. Febr. bis Mitte Nov., ausnahmsweise Überwinterungsversu-che. Jan. Daten nehmen neuerdings zu.

Fitis
19. März bis Okt., ausnahmsweise Nov., einmal Dez.

Sommergoldhähnchen
Nov. bis Febr. nur ausnahmsweise und einzeln.

Grauschnäpper
16. April bis l. Nov.

Zwergschnäpper
12. April bis 12. Okt.

Halsbandschnäpper
4. April bis 23. Aug.

Trauerschnäpper
Ende März bis 25. Okt.

Bartmeise
Ganzjährig; Einzelbruten 1959 und 1993. Lokales Maximum >100 Ind. (FISCHER 1994 und briefl.)

Lasurmeise
Die Art ist bisher nicht für Deutschland nachgewiesen (BARTHEL 1992, GLUTZ & BAUER 1993). Für das unter Nr. 4 bei BEEZEL 1990a erwähnte Ind. (BUCKEL in KLOSE 1976) liegen jetzt die erwähnten Fotos der DS vor. Vorläufiges Ergebnis: Es handelt sich um eine Lasurmeise; Hinweise auf Bastard mit Blaumeise sind nicht zu erkennen. Vorbehaltlich der Publikation durch die DB und der Frage, ob es sich möglicherweise um einen Gefangenschaftsflüchtling handelt, in die Liste aufgenommen.

Mauerläufer
Mind. 100 BP (BEZZEL 1993).

Beutelmeise
Glaubhafte Nestfunde und Bruthinweise 1891, ca. 1900, 1927 bis
1936, 1943/44, 1948/50; dann mehr oder minder regelmäßiger Brutvogel; um 1985 über 160 brütende Weibchen geschätzt (FLADE u.a. 1986); seither in manchen Gebieten weitere Zunahme. Mitte März bis Anfang Nov., einzelne in allen Wintermonaten. Regionale Ausbreitung, Überwinterung und Ringfunde THEISS 1993.

Pirol
Einmal 22. März (STREHLOW 1987, nach Rücksprache mit dem Beobachter bestätigt, doch Herkunft der Vögel unklar), sonst 19. April bis ausnahmsweise Anfang Dez.

Neuntöter
l. April bis 18. Nov.

Schwarzstirnwürger
Im ehemaligen Brutgebiet letzter Brutnachweis 1976, letzte Brutzeitbeobachtungen 1980. Bei der erfolgreichen Brutmeldung 1978 in Südbayern (WÜST 1981) ist Verwechslung mit Raubwürger nicht auszuschließen. Auf der Karte bei RHEINWALD (1993) wird noch ein Brutplatz für 1985 angegeben, für den aber keine Belege publiziert wurden (wahrscheinlich Übernahme von NITSCHE & PLACHTER 1987). Einzelbeobachtungen, die dokumentiert werden sollten, nach 1980 (die meisten nicht vom BS gepruft) nur 1982, 1988, 1989, 1992, 1993 (WÜST 1986, NITSCHE & PLACHTER 1987, SCHÄFFER 1989, DEUTSCH 1990, STRAUBINGER 1990, RÖSSGER 1993, DORNBERGER 1994). Mitte April bis Sept. (Oktoberdaten fraglich) .

Raubwürger
Um 1992 Gesantbestand auf mind. 110 bis 130 BP zu schätzen (vgl. ROTHHAUPT 1992 mit nicht ganz vollständiger Erfassung; vgl. auch hohe regionale Dichte KLEIN in DORNBERGER 1994).

Rotkopfwürger
Als Brutvogel höchstwahrscheinlich 1991 ausgestorben. 13. April bis Anfang Okt.

Saatkrähe
1986 51 Kolonien mit 2229 bis 2279 BP, Zunahme gegenüber den 70er Jahren; Winterbestand gegen 200 000 Ind. (FRANZ u.a. 1987; Regionalstudie HEISER 1986).

Rosenstar
Aus 14 Jahren im 19. Jh. Belege; 1900 bis 1950 nur 1907 und 1908 belegt, 1934 ohne Datum; nach 1950 je ein Ind. 1951 (aus Gefangenschaft vermutetet, GUBITZ & PFEIFER 1993), 1979, 1986 und 1989 sowie eine nicht vom BS geprüfte Meldung 1987.

Steinsperling
Nach 1945 keine Nachweise mehr.

Schneefink
Ganzjährig; Einzelmeldungen aus dem außeralpinen Raum dürften Verwechslungen mit Schneeammer sein.

Bergfink
13. Sept. bis Anfang Mai. Das Brutvorkommen 1931 bis 1933 und 1935 (WÜST 1986) ist nicht ausreichend dokumentiert. Meldungen zwischen Mitte Mai und Ende Aug. 1856, 1909, 1919, 1924, 1950, 1982, 1986.

Girlitz
Nur einzeln und unregelmäßig im Winter; einmal 8 Ind. am 28. Dez.

Zitronengirlitz
Zwischen Anfang Nov. und Mitte Febr. nur unregelmäßig (Regionalstudie BEZZEL & BRANDL 1988).

Erlenzeisig
Lokalstudie BEZZEL 1992.

Berghänfling
Von 1950/51 bis 1990/91 in mind. 9 Wintern nicht ausreichend dokumentierte Beobachtung (von denen einige den Umständen nach auch fragwürdig sind); dokumentierte Beobachtung 1969/70 und Fänglinge 1964/65. Die Art wurde z. B. nach Revision der Meldungen aus der Liste der Schweiz gestrichen (MOSIMANN 1993).

Bindenkreuzschnabel
Im 19. Jh. mind. in drei Wintern; ferner 1915, 1928, 1962, 1976 (BEZZEL 1990 a).

Kiefernkreuzschnabel
Im 19. Jh. mind. in 2 Jahren; ferner 1956.

Karmingimpel
Als erstes Nachweisjahr für Bayern kann 1972 gelten. Erster Brutmachweis 1983. Daten vor Mitte Mai sind fragwürdig und sollten eingehend dokumentiert sein (Gefangenschaftsvögel, auch nahe verwandter Arten, z. B. WÜST 1986, Gesangsbruchstücke von Braunkehlchen BEZZEL & LECHNER 1980, daher fragliche Frühdaten bei JOCHUMS 1992); Letztbeobachtungen bisher 6. Aug.; -Regionalstudie GEIERSBERGER & SCHÖPF 1989).

Hakengimpel
Ein Nachweis 1901 (BEZZEL 1990 a).

Spornammer
Zweimal 19. Jh.; ferner 1977 und 1981 ein bzw. 2 Ind.

Schneeammer
31. Okt. bis 21. März.

Fichtenammer
Ein Nachweis 1975. Eine noch nicht geprüfte Meldung 1991.

Zaunammer
Sommerbeobachtungen 1955, 1960 bis 1962, 1967, 1969, 1973, 1978, 1980; Brutnachweise oder begründeter Brutverdacht an einer Stelle 1981 bis 1991. Hinweis auf Brut ,,vor 1968" bei BÖNISCH 1986 ist nicht ausreichend belegt. Ende Jan., Mitte März bis Mitte Okt.

Zippammer
15 bis 20 BP um 1985. 12. Febr. bis 29. Nov.; ein Dez.Datum 19. Jh.

Ortolan
1987/89 wurden in Franken 840 bis 890 singende Männchen ermittelt (LANG u.a. 1990); sonst allenfalls kleine Reliktvorkommen. 14. April bis Anfang Okt. (eine Beobachtung von 5 ibis 7 Ind. am l. Jan. 1984 in 1478 m Höhe enthält keine Hinweise auf Artbestimmung).

Waldammer
Ein Nachweis 1977.

Kappenammer
Bei der Meldung aus dem 19. Jh. wird Gefangenschaftsherkunft nicht ausgeschlossen; die Meldung von 1957 ist nicht ausreichend dokumentiert. Nachweis Juni 1992 (SONNENSCHEIN 1992) von der DS anerkannt; zwei Nachweise in der Schweiz im selben Jahr, die als Wildvögel angesehen werden, liegen zeitlich sehr nahe (vgl. MOSIMANN 1993).

Zwergammer
1975 und 1988 je ein Nachweis (BEZZEL 1990 a).

Grauammer
Regionalstudie DORNBERGER & RANFTL 1989.