Dr. Hans von Boetticher

Dr. Hans von Boetticher (1886-1958) bereiste bereits 1913 Eritrea. Durch spätere Faunenforschung auf dem Balkan kam er in Beziehung zu König Ferdinand von Bulgarien, dem er fortan eng verbundener naturwissenschaftlicher Gefährte blieb. 1929 erfolgte eine zweite Ostafrikareise zusammen mit dem befreundeten Monarchen, die ein Sonderheft des J. Orn. 78, 1930, im Gefolge hatte. Seit 1931 lag die Leitung des Naturwissenschaftlichen Museums in Coburg in seinen Händen. Im Vordergrund der Studien standen bei ihm die Phylogenie, Systematik und Zoogeographie. In der Ornithologie reizten ihn vor allem Untersuchungen an Enten, Hühnern und Möwen. In einer Mitteilung über die "Balkan-Lachtaube" erwähnte er als einer der ersten unter den neueren Beobachtern auch die nasalen Laute der Türkentaube. Über 400 Veröffentlichungen wissenschaftlichen und volkstümlichen Inhalts sprechen von seinem Fleiß und seinem vielseitigen Wissen. Sein Bildnis findet sich in Falke 5, 1958, S.97.

1 Seite zurück