Walter-Wüst-Preis

Walter-Wüst-Preis

der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V.

(Statuten gefasst am 1. Februar 2020)

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Von der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. wird ein Walter-Wüst-Preis ausgelobt, der mit Mitteln aus dem Walter-Wüst-Fonds ausgestattet wird.

Der Preis wird seit 2014 alle zwei Jahre im Rahmen der Bayerischen Ornithologentage vergeben. Er ist mit mindestens 1000 € dotiert. Bei günstiger Entwicklung des Fonds-Kapitals kann auf Beschluss des Vorstands der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. im Benehmen mit dem Beirat das Preisgeld auf maximal 2000 € angehoben werden.

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Die Verleihung des Walter-Wüst-Preis 2020 erfolgte an Maria Schmidt, B.Sc. und Vera Vollmann, B.Sc.

Die gekürte wissenschaftliche Abschlussarbeit von Schmidt und Vollmann trägt den Titel

Maßnahmenwirksamkeit des Habitat-Managements für bodenbrütende Vogelarten im Alpenvorland“.

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Lesen Sie die wissenschaftliche Arbeit von Schmidt und Vollmann.

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Die Verleihung des Walter-Wüst-Preis 2018 erfolgte an Daniel Honold, M.Sc.

Die gekürte wissenschaftliche Abschlussarbeit von Honold trägt den Titel

Habitatstrukturanalyse und Siedlungsdichte des Bergpiepers Anthus spinoletta spinoletta in den Allgäuer Hochalpen“.

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Lesen Sie die wissenschaftliche Arbeit von Daniel Honold.

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Verleihung

Die Verleihung des Walter-Wüst-Preis 2016 erfolgte an Felix Närmann, B.Sc.

Die gekürte wissenschaftliche Abschlussarbeit von Närmann trägt den Titel

„Mikroklimatische Aspekte im Versteckverhalten des Tannenhähers Nucifraga caryocatactes und die Auswirkungen auf die Regeneration der Arve Pinus cembra“. Lesen Sie die Laudatio an Felix Närmann, B.Sc.

Oder informieren Sie sich über die wissenschaftliche Abschlussarbeit von Felix Närmann, die wir Ihnen als PDF zur Verfügung stellen.

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Die Verleihung des Walter-Wüst-Preis 2014 erfolgte an Dr. Andrea Gehrold.

Die Dissertation von Gehrold trägt den Titel “Schwingenmauser und Zugverhalten von Entenvögeln, mit Fokus auf die Schnatterente Anas strepera“.  Lesen Sie die Laudatio an Dr. Andrea Gehrold.

Ebenso stellen wir Ihnen einen Einblick in die Dissertation von Frau Gehrold als PDF zur Verfügung.

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Für die Verleihung des Walter-Wüst-Preises gelten folgende Grundsätze:

  1. Die Verleihung des Preises ist als besondere Anerkennung zu verstehen und wird ausschließlich nach Leistung vergeben. Geschlecht[1], Nationalität oder Studienort des Preistragenden sind dabei unerheblich.
  1. Mit dem Preis soll wissenschaftlicher Nachwuchs gefördert werden, der in akademischen Abschlussarbeiten (Bachelor, Master, Staatsexamen, Dissertationen) maßgeblich zur Kenntnis der bayerischen Vogelwelt und angrenzender Gebiete oder zu den Grundlagen für deren Schutz beigetragen hat. Auch aus dem Bereich der ehrenamtlichen und außeruniversitären Ornithologie sind Bewerbungen möglich, soweit es sich um Nachwuchskräfte handelt. Bewerbungen aus diesem Bereich müssen sich auf eine Originalarbeit beziehen (keine kurze Mitteilung). Alle Bewerbungen müssen auf Arbeiten beruhen, die in den dem Bewerbungsschluss vorangegangenen zwei Jahren fertiggestellt oder veröffentlicht wurden. Zulässige Sprachen sind Deutsch und Englisch.
  1. Die Auswahl des Preistragenden erfolgt durch ein Kuratorium. Dieses besteht aus sechs Mitgliedern. Dem Kuratorium gehören an:
  • der Vorsitzende der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V,
  • der Schriftleiter des Ornithologischen Anzeigers,
  • drei an Hochschulen tätige oder ehemals tätige Personen aus der Ornithologie nahestehenden Fachbereichen bzw. aus entsprechenden außeruniversitären Forschungseinrichtungen; wenn möglich, sind auch angewandte Fachrichtungen zu berücksichtigen.
  • eine durch Publikationen zur bayerischen Feldornithologie oder zum Vogelschutz ausgewiesene Person ohne berufliche Bindung an eine akademische Institution.
  1. Die Mitglieder des Kuratoriums, die keine Vorstandsmitglieder sind, werden vom Vorstand der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. im Benehmen mit dem Beirat berufen. Beiratsmitglieder sollen bevorzugt berufen werden. Die Berufung erfolgt jeweils über vier Jahre. Wiederberufung ist möglich. Die Mitgliedschaft im Kuratorium ist ehrenamtlich. Den Vorsitz im Kuratorium führt der Vorsitzende der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. In Absprache mit den anderen Kuratoriumsmitgliedern bestimmt der Vorsitzende einen geschäftsführenden Stellvertreter bzw. Stellvertreterin, die die Einholung und Begutachtung der potenziellen Preisarbeiten organisiert. Derzeit gehören dem Kuratorium an:
  • Manfred Siering (Vorsitzender der Ornithologischen Gesellschaft);
  • Robert Pfeifer (Schriftleiter des Ornithologischen Anzeigers);
  • Roland Brandl (Beirat; geschäftsführender Stellvertreter);
  • Franz Leibl (Beirat);
  • Hans Utschick (Beirat)
  • Volker Zahner (Beirat).
  1. Bewerbungen müssen elektronisch bis spätestens zum 1. November des Vorjahres der nächsten Ornithologentage eingegangen sein (Wuestpreis@og-bayern.de). Eine Bewerbung ist direkt durch die Absolventen, aber auch durch den Betreuer der Abschlussarbeit möglich. Mitglieder des Kuratoriums und des Beirates sind ebenfalls berechtigt, Abschlussarbeiten, aber auch Arbeiten, die in den vorangegangenen zwei Jahren veröffentlicht wurden, zur Auszeichnung vorzuschlagen. Bewerbungen und Vorschläge sollen neben der Abschlussarbeit bzw. Veröffentlichung auch ein Anschreiben enthalten, das begründet, warum die Abschlussarbeit oder Publikation auszeichnungswürdig erachtet wird. Falls Publikationen mit mehreren Verfassern vorgeschlagen werden bzw. solche sich bewerben, muss begründet werden, welchen Anteil die für den Preis vorgeschlagene Person geleistet hat. Bewerbungen bzw. Vorschläge, die diese Kriterien nicht erfüllen, können nicht berücksichtigt werden.
  1. Der geschäftsführende Stellvertreter bestätigt den Eingang der Bewerbung bzw. des Vorschlages. Kurz nach Ende der Bewerbungs- bzw. Vorschlagsfrist werden die Bewerbungen an die Kuratoriumsmitglieder weitergeleitet.
  1. Die Preistragenden werden mit einfacher Stimmenmehrheit der Kuratoriumsmitglieder bestimmt. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Der geschäftsführende Stellvertreter fertigt über den Verlauf des Verfahrens ein Protokoll an, das vom Vorsitzenden zu unterzeichnen und allen Kuratoriumsmitgliedern zuzustellen ist. Bei Mangel an geeigneten Bewerbungen oder Vorschlägen wird der Preis nicht vergeben. Bei zwei gleichwertigen Arbeiten kann der Preis geteilt werden. Die Mitglieder des Kuratoriums sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Entsprechende Anfragen dürfen daher durch diese nicht beantwortet werden.
  1. Die Preistragenden sollen spätestens zwei Monate vor Beginn der Bayerischen Ornithologentage feststehen. Nach Abschluss des Auswahlverfahrens informiert der Vorsitzende der Ornithologischen Gesellschaft die Preistragenden und lädt sie zur Preisverleihung ein. Der Preis wird vom Vorsitzenden oder einem Vertreter in feierlicher Form verliehen. Die Preistragenden erhalten bei dieser Veranstaltung Gelegenheit, die Ergebnisse einem breiten Publikum in einem etwa 30-minütigen Vortrag vorzustellen. Termin und Ort werden von den Ausrichtern der Bayerischen Ornithologentage festgelegt.
  1. Die Preistragenden werden im Ornithologischen Anzeiger öffentlich gemacht und mit einer kurzen Laudation gewürdigt. Falls noch nicht erfolgt, ist eine Publikation der gewürdigten Ergebnisse im Ornithologischen Anzeiger erwünscht, aber nicht Voraussetzung für die Zuerkennung des Walter-Wüst-Preises. Dabei müssen die Abschlussarbeiten den Manuskriptrichtlinien des Ornithologischen Anzeigers angepasst werden und unterliegen dem dort üblichen Verfahren der Manuskriptbegutachtung.
  1. Wird innerhalb von zwei Jahren akademisches Fehlverhalten bei der Erstellung der gewürdigten Arbeit nachgewiesen, kann der Preis durch das Kuratorium mit einfacher Stimmenmehrheit aberkannt werden. Die Aberkennung ist mit einer Rückforderung des Preisgeldes verbunden.
  1. Bei finanziellen Engpässen des Walter-Wüst-Fonds kann der Vorstand der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. als Stiftungsverwalter mittels Beschluss und im Benehmen mit dem Beirat den Preis befristet oder dauerhaft einschmelzen. Dafür ist ein Beschluss von Vorstand und Beirat erforderlich.
  2. Die Statuten für den Walter-Wüst-Preis werden im Ornithologischen Anzeiger veröffentlicht und in einschlägigen deutschen Fachzeitschriften angezeigt.

[1] Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text nicht immer konsequent eine genderneutrale Sprache umgesetzt. Bei Benutzung der männlichen Form werden weibliche oder andere Geschlechtsidentitäten ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.