Bibliothek

Zoologische Staatssammlung München (ZSM), Münchhausenstr. 21, 81247 München

Die Mitarbeiter/innen der Bibliothek

 

Dr. Juliane Diller Dr. Juliane Diller

  • Stellvertretende Direktorin der ZSM, Haushaltsbevollmächtigte, Leiterin der Bibliothek
  • Monografienverwaltung, Abonnements, Betreuung der Vereinsbibliotheken.
  • Tel.: (089) 8107 161
  • E-Mail: Juliane.Diller@zsm.mwn.de

Angela Pillukat Angela Pillukat

  • Zeitschriftenverwaltung, Schriftentausch, Betreuung der Vereinsbibliotheken (ZSM, MEG, OG)
  • Tel.: (089) 8107 162
  • E-Mail: pillukat@zsm.mwn.de

Eva Karl Eva Karl

  • Leihverkehr, Anmeldung, Lesesaal, Sonderdruckverwaltung
  • Tel.: (089) 8107 163
  • E-Mail: Eva.Karl@zsm.mwn.de
Copyright © 2005, Zoologische Staatssammlung München.
 

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9.00-12.00 Uhr, Do auch 14.00-16.00 Uhr, Mi geschlossen

Bitte vor Ihrem Besuch Anmeldung telefonisch oder per e-Mail: Bibliothek@zsm.mwn.de

 

Ein zusätzlicher Service für Sie:

Jährlich an zwei Abenden im Februar und Oktober finden von 16.00 - 20.00 Uhr Bibliotheksabende statt (genaue Termine des laufenden Jahres entnehmen Sie aus unserem Veranstaltungsprogramm).

   

Historisches über unsere Bibliothek:

Die Ursprünge der Zoologischen Staatssammlung München liegen in einem 1759 gegründeten Kurfürstlichen Naturalienkabinett. Die daraus hervorgegangenen naturwissenschaftlichen Sammlungen der Residenz wurden 1807 von König Maximilian I. Joseph von Bayern mit denen der Königlich-Bayerischen Akademie der Wissenschaften vereinigt. Doch schon 1827 erfolgte aufgrund einer königlichen Verordnung von Ludwig I. eine Neugestaltung der Akademie, durch die wieder eine selbständige Verwaltung der naturwissenschaftlichen Sammlungen möglich wurde.

Die Sammlungen waren zunächst zusammen mit den Beständen der Hof- und Staatsbibliothek im sogenannten "Wilhelminum" untergebracht, einem ehemaligen Jesuitenkolleg in der Neuhauser Straße 51. 1840 bezog die Staatsbibliothek ein großes, geräumiges Gebäude in der Ludwigstraße, in dem sie sich bis heute befindet. Die wissenschaftlichen Sammlungen verblieben dagegen bis zum 2. Weltkrieg im Wilhelminum. Nach 1840 entwickelte sich in den Sammlungen aus den Handbibliotheken der Konservatoren, Adjunkten und Assistenten eine eigenständige zoologische Bücherei, die laufend erweitert wurde und besonders durch mehrere große Nachlässe im 19. und im 20. Jahrhundert bedeutenden Zuwachs erfuhr.

Seit 1909 erfolgt die Mitverwaltung der OG-Bibliothek durch die Zoologische Staatssammlung München.

Im 2. Weltkrieg konnten große Teile der naturwissenschaftlichen Sammlungen ausgelagert werden. Die Bibliothek gelangte im Sommer 1943 nach Ohlstadt, wo sie das weitere Kriegsgeschehen unbeschadet überstand. Die in München verbliebenen Teile der Sammlung wurden jedoch vernichtet, als das Wilhelminum im April 1944 nach einem Bombenangriff bis auf die Grundmauern niederbrannte. Dabei verbrannten auch alle Bibliothekskataloge, so dass bei vielen älteren Büchern nun nicht mehr festgestellt werden kann, ob sie zum Grundbestand der Staatssammlung gehörten oder zu welchem Zeitpunkt sie beschafft wurden.

 
Dr. Gisela Mauermayer (März 1977), Foto: M. Siering

Dr. Gisela Mauermayer (März 1977), Foto: M. Siering

 

Die Zoologische Staatssammlung München erhielt 1946 eine provisorische Unterkunft im Nordflügel des Nymphenburger Schlosses. Die Bibliothek war dort nur unzureichend untergebracht und aus Platzgründen auf mehrere Räume verteilt. Viele Bücher und Zeitschriften waren bald nur noch über hohe Leitern in den aufgestockten Regalen zugänglich. Von 1954 bis 1975 leitete Dr. Gisela Mauermayer (1913-1995) die Bibliothek. Erst nach 40 Jahren provisorischer Unterbringung, im Frühjahr 1985, konnte die Staatssammlung einen großen, modernen Neubau in Obermenzing beziehen. Die Literatur befindet sich dort nun in einem klimatisierten Magazin, in dem, bis auf die Handbibliotheken der einzelnen Mitarbeiter, die gesamten Bücher, Zeitschriften und Sonderdrucke systematisch geordnet aufgestellt sind.

 

Die heute vorhandenen umfangreichen Bestände an Zeitschriften und Sonderdrucken konnten hauptsächlich durch Tausch gegen die hauseigenen Veröffentlichungen aufgebaut werden. Eine erhebliche Erweiterung der Bücherei wurde auf diesem Wege durch den Entomologen und späteren Direktor Dr. Walter Forster (1910-1986) eingeleitet, der sich seit 1939 neben seiner wissenschaftlich-konservatorischen Arbeit tatkräftig um die Bibliothek bemühte.

 
Dr Walter Forster, gezeichnet von Erich Diller

Dr Walter Forster, gezeichnet 1988 von Erich Diller

 

Nach dem Krieg baute Dr. Forster mit den nur geringen zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln systematisch eine leistungsfähige, moderne Bibliothek auf. Er begann einen Zeitschriftentausch mit zahlreichen Museen, Forschungsanstalten und Vereinen in aller Welt. 1950 gründete er die Zeitschrift "Veröffentlichungen der Zoologischen Staatssammlung München", 1957 die "Opuscula Zoologica" und 1969 den "Jahresbericht der Zoologischen Staatssammlung". 1975/76 wurde die Publikation der beiden Periodika "Veröffentlichungen" und "Opuscula" wieder eingestellt. Prof. Dr. Ernst Josef Fittkau (1927-2012), Direktor der Zoologischen Staatssammlung von 1976 bis 1992, begründete statt dessen 1977 die Zeitschrift "Spixiana" und 1978 die "Spixiana Supplemente". Der Jahresbericht war bereits 1971 in den neu herausgegebenen "Jahresbericht der Generaldirektion der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns" integriert worden.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Buch- und Zeitschriftenbestände der "Münchner Entomologischen Gesellschaft e.V." und der "Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V." in den Räumen der Zoologischen Staatssammlung untergebracht. Dort werden sie seitdem, als eigenständige Bibliotheken getrennt aufgestellt, mitverwaltet.

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Die "Ornithologische Gesellschaft in Bayern e.V.", gegründet 1897, gab zunächst einen "Jahresbericht des Ornithologischen Vereins in München" heraus, der aber bald durch die 1899 begründeten "Verhandlungen der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern" (seit 1991 "Ornithologische Verhandlungen") abgelöst wurde. 1919 kam dann der "Anzeiger der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern" (seit 1991 "Ornithologischer Anzeiger") hinzu. Durch Tauschvereinbarungen konnte schon bald eine beachtliche Anzahl von Zeitschriften zusammengetragen werden. Heute hat diese Bibliothek 143 Tauschpartner aus 31 Ländern. Die Bücherei der Ornithologischen Gesellschaft befand sich zunächst in der Privatwohnung ihres Mitgliedes Dr. Carl Parrot. Da die Bestände rasch wuchsen, wurden sie 1909 aus Platzgründen in die Zoologische Staatssammlung überführt. Dr. Parrot starb 1911 und hinterließ der Gesellschaft zahlreiche alte und wertvolle Werke aus seinem privaten Besitz. Die heute vorhandenen Bücher wurden fast ausschließlich von Mitgliedern der Gesellschaft gestiftet.

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Die Bibliothek der Ornithologischen Gesellschaft enthält 4.518 Bücher und 526 Zeitschriftenreihen. 205 Periodika werden laufend erworben (170 im Tausch, 19 als Geschenk und 16 gekauft; 128 Tauschpartner aus 29 Ländern: Deutschland 58, Europa 58, übrige Welt 12). Der Bestand an Büchern und Zeitschriften umfasst 12.326 Bände. Dazu kommen 3.191 Sonderdrucke und 75 digitale Speichermedien (CD-ROMs, DVDs).

Die Bibliothek der Ornithologischen Gesellschaft beherbergt derzeit insgesamt 15.592 Medien.

Die Bücher sind nach dem Numerus currens aufgestellt, die Zeitschriften grob in rein vogelkundliche und thematisch übergreifende Reihen aufgeteilt. Innerhalb dieser beiden Hauptgruppen erfolgt eine weitere Aufspaltung in deutsche und internationale Periodika.

 

aus: Diller, Juliane (1992): SPIXIANA, Supplement 17, S. 163-164 und 174

Bibliotheksdaten aktualisiert zum 17.03.2017

 

Da die Ornithologische Gesellschaft es als eine ihrer Aufgaben sieht, ihren Bibliotheksbestand aktuell zu halten, wird möglichst zeitnah neu erschienene ornithologische Literatur hinzugekauft. Zeitschriften werden regelmäßig gebunden.