Satzung

§ 1 Name und Sitz Der Verein führt den Namen "Ornithologische Gesellschaft in Bayern" mit den Zusätzen "eingetragener Verein" (abgekürzt: e.V.) und "gegründet 1897" (abgekürzt: gegr. 1897). Er hat seinen Sitz in München.   § 2 Zweck Der Verein (im folgenden auch Gesellschaft genannt) verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" (Förderung der Volksbildung) der Abgabenordnung. Zweck des Vereins ist ausschließlich die Förderung der Vogelkunde nach allen Richtungen, insbesondere durch 1. die Herausgabe mindestens einer wissenschaftlichen Zeitschrift, 2. die Erhaltung und Pflege der Bibliothek, 3. die Koordinierung von Beobachtungen und vogelkundlichen Arbeiten, die Anregung dazu und den Austausch von Erfahrungen in regelmäßigen Versammlungen und auf Exkursionen, 4. die Anregung von Jugendlichen und ihre Anleitung und 5. das Eintreten und Wirken für alle Belange der Vogelkunde, auch auf dem Gebiet des Schutzes von Ökosystemen, Lebensräumen und Arten.   § 3 Verwaltung der Mittel Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.   § 4 Mitgliedschaft Ordentliches Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden. Die Mitgliedschaft wird beim Vorstand beantragt. Lebenslängliche Mitgliedschaft wird durch einmalige Zahlung des dreißigfachen Jahresbeitrages erworben. Der Vorstand kann der Mitgliederversammlung Korrespondierende Mitglieder, Ehrenmitglieder und Fördernde Mitglieder vorschlagen. Die Zahl der Ehrenmitglieder soll 20, die der Korrespondierenden Mitglieder 25 nicht überschreiten. Ernannt werden können
  •  zu Ehrenmitgliedern: Ornithologen von hervorragendem wissenschaftlichen Ruf oder solche Personen, die sich in außerordentlicher Weise um die Gesellschaft verdient gemacht haben;
  •  zu Korrespondierenden Mitgliedern: Ornithologen, die sich um die wissenschaftlichen Belange der Gesellschaft Verdienste erworben haben;
  •  zu Fördernden Mitgliedern: Personen, welche die Gesellschaft finanziell oder anderweitig fördern oder gefördert haben.
Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod oder Austritt. Der Austritt kann nur zum Schluss des Geschäftsjahres erklärt werden; die Erklärung hat schriftlich unter Einhaltung einer Frist von zwei Monaten zu erfolgen. Mitglieder, die den Bestrebungen des Vereins zuwiderhandeln oder sein Ansehen schädigen, können durch Vorstandsbeschluss aus dem Verein ausgeschlossen werden. Das ausgeschlossene Mitglied hat das Recht, innerhalb von vier Wochen nach Zustellung des Beschlusses Berufung einzulegen, über die der Beirat endgültig entscheidet. Dem auszuschließenden Mitglied ist Gelegenheit zu geben, sich vor dem Vorstandsbeschluß oder während des Berufungsverfahrens zu äußern. Der Ausschluss kann auch dann erfolgen, wenn ein Mitglied seinen Beitragsverpflichtungen nicht innerhalb von vier Wochen nach schriftlicher Mahnung nachkommt. Alle Mitglieder sind zur Benützung der Bibliothek berechtigt.   § 5 Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.   § 6 Beitrag Der Jahresbeitrag wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt. Der Beitrag ist am 1. Januar jeden Jahres fällig und ist spätestens bis zum 31. März jeden Jahres zu zahlen. Während des Jahres neu eintretende Mitglieder haben den Beitrag sofort zu begleichen.   § 7 Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind:
  • der Vorstand
  • der Beirat
  • die Mitgliederversammlung
  § 8 Leitung Der Verein wird vom Vorstand geleitet, dem ein Beirat von höchstens 15 Mitgliedern zur Seite steht. Der Beirat wird vom Vorstand auf vier Jahre bestellt und ist in allen wesentlichen Vereinsangelegenheiten beratend zuzuziehen. Mitglieder des Vorstandes sind:
  • der Vorsitzende
  • der Stellvertretende Vorsitzende
  • der Generalsekretär
  • der Schriftführer
  • der Schatzmeister.
Der Vorsitzende, der Stellvertretende Vorsitzende und der Generalsekretär vertreten als Vorstand im Sinne des § 26 BGB die Gesellschaft gerichtlich und außergerichtlich. Jeder von ihnen ist alleinvertretungsbefugt. Vorstand und Beirat können ihre Angelegenheiten im Rahmen dieser Satzung und der Vorschriften des § 32 BGB durch eine Geschäftsordnung regeln. Der Beirat soll einen Sprecher wählen.   § 9 Wahl des Vorstandes Der Vorstand wird auf die Dauer von vier Jahren von den Mitgliedern gewählt, im Regelfall durch Briefwahl, wenn es der Vorstand einstimmig beschließt, in der Mitgliederversammlung. Für die Briefwahl bestellt der Vorstand den Wahlleiter, der die Wahlhelfer bestimmt. Wahlvorschläge müssen spätestens zwei Monate vor Ablauf der Amtszeit des Vorstandes beim Vorstand eingegangen sein. Der Vorstand übergibt die Vorschläge dem Wahlleiter. Dieser bestimmt den Wahltermin. Das ist der Tag, bis zu dem der Stimmzettel beim Wahlleiter eingegangen sein muß. Spätestens vier Wochen vor dem Wahltermin gibt der Wahlleiter eine Liste der Wahlvorschläge und einen Stimmzettel an alle Mitglieder zur Post. Die Mitglieder wählen den Vorstand schriftlich durch Benennung des Bewerbers mit Namen auf dem Stimmzettel und Übermittlung des Stimmzettels an den Wahlleiter. Stimmzettel, die nach 19.00 Uhr des Wahltermins beim Wahlleiter eingehen, sind ungültig. Wahlleiter und Wahlhelfer zählen die Stimmen aus. Gewählt sind die Bewerber, die eine einfache Mehrheit der beim Wahlleiter eingegangenen gültigen Stimmen auf sich vereinigen. Der Wahlleiter benachrichtigt die Gewählten und gibt das Wahlergebnis den Mitgliedern mit der nächsten Veröffentlichung bekannt. Bei Stimmengleichheit hat der Vorstand eine außerordentliche Mitgliederversammlung für die dann entscheidende Stichwahl einzuberufen. Wählt die Mitgliederversammlung den Vorstand, wählt sie in geheimer, schriftlicher Abstimmung und mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet eine Stichwahl.   § 10 Mitgliederversammlung Die Mitgliederversammlung findet am Anfang eines jeden Kalenderjahres statt. Der Vorstand bestimmt Zeit, Ort und Tagesordnung. Er hat die Mitglieder schriftlich oder durch Bekanntgabe in einer Vereinszeitschrift einzuladen und dabei die Tagesordnung mitzuteilen. Er hat die Einladung spätestens zwei Wochen vor der Versammlung abzusenden. Der Vorstand kann in gleicher Weise jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Er muß sie einberufen, wenn mindestens 10 % der ordentlichen Mitglieder oder die Mehrheit des Beirates dies schriftlich beantragen. Alle Mitglieder haben das Recht, schriftlich Anträge zur Mitgliederversammlung beim Vorstand einzubringen; diese sollen spätestens vier Tage vor der Versammlung beim Vorsitzenden eingegangen sein. Mündliche Anträge während der Versammlung bedürfen zur direkten Behandlung der Zustimmung der Mitgliederversammlung. Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefäßt. Die Beschlüsse werden beurkundet, indem Vorsitzender und Schriftführer das Protokoll unterzeichnen. Die Mitgliederversammlung ist zuständig 1. für die Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorstandes, 2. für die Entgegennahme der Jahresrechnung des Schatzmeisters, 3. für die Entlastung des Vorstandes für das abgelaufene Geschäftsjahr, 4. für die Stichwahl von Vorstandsmitgliedern gemäß § 9 Absatz 2 letzter Satz, 5. für die Neuwahl des Vorstandes nach Vorstandsbeschluß gemäß § 9 Absatz 1, 6. für die Wahl von zwei Rechnungsprüfern für das laufende Geschäftsjahr, 7. für die Wahl der vom Vorstand vorgeschlagenen Korrespondierenden Mitglieder, Ehrenmitglieder und Fördernden Mitglieder (§ 4), 8. für die Beratung des Etats für das kommende Kalenderjahr und die Festsetzung des Jahresbeitrages (§ 6), 9. zur Entscheidung über Satzungsänderungen, 10. zur Entscheidung über Anträge von Mitgliedern, 11. für die Auflösung der Gesellschaft. Die endgültige Entscheidung zu 8. und 10. liegt beim Vorstand.   § 11 Veröffentlichungen Die Mitglieder erhalten die Veröffentlichungen der Gesellschaft kostenlos. Bei Beitragsrückstand besteht kein Anspruch auf kostenlosen Bezug der Veröffentlichungen.   § 12 Satzungsänderungen Änderungen der Satzung können nur mit einer Dreiviertelmehrheit der abgegebenen Stimmen beschlossen werden.   § 13 Auflösung Die Auflösung der Gesellschaft muß den Mitgliedern als Tagesordnungspunkt schriftlich und rechtzeitig (§ 10) mitgeteilt werden und bedarf einer Dreiviertelmehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an die Zoologische Staatssammlung in München, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke im Fachgebiet Ornithologie zu verwenden hat. Diese Satzung ersetzt die Satzung vom 20. Februar 1976 in der Fassung der Änderung vom 17. Februar 1978. München, den 20. Dezember 1996 gez. M.Siering (1. Vorsitzender) gez. H.Rennau (Schriftführer)  

Dreizehenspecht von Dietmar Seiler