Publikationen

Alle erschienenen Publikationen vom 5. Februar 1897 bis heute sind als pdf-Dateien über Zobodat online verfügbar. Unter den nachfolgenden Verlinkungen können Sie die gesuchten Originalartikel auffinden und herunterladen:

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(1919-1990) Anzeiger der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. bzw. Ornithologischer Anzeiger (1991 bis heute)

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Jahresberichte I – III des Ornithologischen Vereins München (1897 bis 1903)

Verhandlungen der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V.  (1903-1998)

Avifaunistischer Informationsdienst Bayern (1994-2003)

Avifaunistik in Bayern (2004-2007)

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Über die Publikationen der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V.:

Die Publikationen der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern spiegeln die Geschichte und Trendwendungen in der Vogelkunde wider. In der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts stand die Erforschung naher und ferner Vogellebensräume und die Beschreibung neuer Vogelarten im Vordergrund. Die 1960er Jahre waren mehr der Verhaltensforschung gewidmet, in den 1970er Jahren gewannen Umwelteinflüsse auf die Vogelwelt an Bedeutung, womit die Grundlagen für die Berücksichtigung ornithologischer Belange in der Landschaftsplanung und in mittlerweile gesetzlich vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfungen gelegt wurden.

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Als Meilenstein für die bayerische Vogelkunde ist die von Walter Wüst herausgegebene “Avifauna Bavariae – die Vogelwelt Bayerns im Wandel der Zeit” (Bd.1 1981, Bd.2 1986) zu nennen. Sie ist die bislang umfassendste Darstellung des Wissens über die Vogelwelt Bayerns.

Baumfalke Falco subbuteo, adult. Foto: Thomas Grüner

Fast gleichzeitig erschien 1987, als Ergebnis der jahrelangen Untersuchungen einer Vielzahl von Mitgliedern und in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Umweltschutz, der Atlas der Brutvögel Bayerns 1979-1983.

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In den Jahren 1995 bis 2005 stand als ein wichtiges Vorhaben die Fortschreibung dieses Bayerischen Brutvogelatlasses an. Ab 1995 erarbeitete die Ornithologische Gesellschaft in Bayern e.V., zusammen mit dem Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., die Datengrundlagen. An dem Vorhaben waren über 600 ehrenamtliche Feldornithologen beteiligt. 1996 wurde mit den ersten Erhebungen begonnen, die sich über insgesamt drei Jahre erstreckten. Als Rastergröße wurde ein TK25-Quadrant festgelegt. Die Vorkommen von Rote-Liste-Arten wurden durch punktgenaue Geländeaufnahmen mit zusätzlichen Angaben zum besiedelten Lebensraum gesondert erfasst. Die Herausgabe des Atlasses erfolgte, nach Abschluss der von den zahlreichen "Artredakteuren" und den Hauptredakteuren Dr. Einhard Bezzel, Ingrid Geiersberger, Günter von Lossow und Robert Pfeifer geleisteten aufwändigen Redaktionsarbeiten, im Jahre 2005. Der Atlas ist als Buch beim Ulmer Verlag erschienen mit dem Titel: Bezzel, E., Geiersberger, Il, Lossow, G.v. und Pfeifer, R. (2005): Brutvögel in Bayern. Verbreitung 1996 bis 1999. Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer, 560 S. ISBN 3-8001-4762-9. Das Werk ist seit längerem vergriffen.

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Brutvögel in Bayern

Brutvögel in Bayern

Mit dem 2012 unter gleicher Zusammenarbeit herausgegebenen "Atlas der Brutvögel in Bayern - Verbreitung 2005 bis 2009" wurden zum ersten Mal in der Geschichte der bayerischen Vogelerfassung für Bayerns Brutvogelarten rastergenaue quantitative Bestandsschätzungen in Karten abgebildet. Mit der Bereitstellung aktueller Daten zu den Vögeln wird eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung der Europäischen Vogelschutzrichtlinie, der Bayerischen Biodiversitätsstrategie und der Energiewende geschaffen. Für die Erstellung der Verbreitungskarten wurden ca. 140.000 Einzeldaten erfasst. Bei der Erhebung der Brutvögel konnten 698 vornehmliche ehrenamtliche Vogelkudler in ca. 75.000 Stunden Freilandarbeit 207 Brutvogelarten nachweisen. Dies entspricht 86% aller seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Bayern registrierten Arten. Der Atlas zeigt Erfolge im Vogel- und Naturschutz auf: Kranich, See- und Fischadler konnten sich als regelmäßige Brutvögel in Bayern wieder etablieren. Die Vergrößerung des Brutareals der Wiesenweihe führte seit 2000 zu mehr als einer Verdoppelung des Bestandes. Neben der erfreulichen Bilanz bei einigen großen Vogelarten verzeichnet die Brutvogelerfassung aber auch einen dramatischen Bestandsrückgang bei Allerweltsvögeln wie Kiebitz, Rebhuhn, Feldlerche und Waldlaubsänger. Wesentliche Ursache ist der Verlust wertvoller Lebensräume, die ideale Brutbedingungen und ein ausreichendes Nahrungsangebot aufweisen, wie z.B. extensiv genutzte Wiesen, Feuchtgebiete oder alte Laubwälder. Auch dieser Atlas der Brutvögel in Bayern ist ein Gemeinschaftswerk von OG, LBV und LfU. Es bleibt zu hoffen, dass damit durch das gemeinschaftliche Engagement von Staat, Verbänden und vor allem ehrenamtlichen Vogelkundlern zur Sicherung des Bestandes und der Lebensräume der Brutvögel in Bayern beigetragen werden kann. Das Standardwerk zur Vogelkunde soll Behörden, Verbänden und Politik eine zentrale Abeitsgrundlage für naturschutzfachliche Entscheidungen, die Bewertung raumbedeutsamer Planungen und der Entwicklung von Naturschutz- und Artenhilfsprogrammen bieten.

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Atlas der Brutvögel in Bayern 2005-2009

Atlas der Brutvögel in Bayern 2005-2009

Der 2012 vorgelegte Atlas ist eine Neubearbeitung des 7 Jahre zuvor veröffentlichten und seit längerem vergriffenen Vorgängerwerkes “Brutvögel in Bayern – Verbreitung 1996 bis 1999″. Beide Standardwerke zur Vogelkunde Bayerns ergänzen einander: Schwerpunkt der Neubearbeitung ist die Darstellung der Verbreitung und die Beschreibung von Veränderungen der Reviere und Brutvogelbestände. Das Vorgängerwerk erläutert Lebensräume, Gefährdung, Schutz und Biologie der Brutvogelarten und hat damit weiterhin Gültigkeit.

Der Atlas ist als Buch beim Ulmer (Eugen) Verlag erschienen mit dem Titel: Rödl, T., B.-U. Rudolph, I. Geiersberger, K. Weixler & A. Görgen (2012): Atlas der Brutvögel in Bayern. Verbreitung 2005 bis 2009. Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer, 256 S. ISBN 978-3-8001-7733-2.

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Die Publikationsorgane der Ornithologischen Gesellschaft sind bzw. waren:

"Anzeiger der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern" (seit 1991 fortgesetzt als "Ornithologischer Anzeiger")

Variierende Titelmotive des Ornithologischen Anzeiger

Variierende Titelmotive des Ornithologischen Anzeiger

Als Publikationsorgan mit dem Schwerpunkt - Feldornithologie Bayerns -, erscheint seit 1919 jährlich mit mehreren Heften der "Anzeiger der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern" bzw. "Ornithologischer Anzeiger". Auch in dieser Reihe entstanden verschiedene Sonderhefte, z.B. 1970 "Die Vögel Baden-Württembergs - eine Übersicht" von J. Hölzinger et al., oder 2002 das Sonderheft zum "Europäischen Workshop zum Schutz der Wiesenweihe (Circus pygargus)" in Würzburg/Höchberg, oder 2005 das Sonderheft zur "Internationalen Tagung in Aschaffenburg über den Uhu (Bubo bubo)".

Seit Ende 2007 gibt die Ornithologische Gesellschaft in Bayern mit dem "Ornithologischen Anzeiger" nur noch ein mehrmals jährlich erscheinendes Publikationsorgan heraus. Die Autorenbeiträge aller bisher von den verschiedenen Zeitschriften (s.u.) der Ornithologischen Gesellschaft abgedeckten Themenbereiche werden seither in einer Zeitschrift gebündelt. Die dadurch erreichte Kostenersparnis bei Satz und Druck kommt unmittelbar der verbesserten Ausstattung der Beiträge, z.B. mit Farbbildern und Graphiken zugute.

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Avifaunistik in Bayern (von 2004 bis 2007),

vormals: Avifaunistischer Informationsdienst Bayern (von 1994 bis 2003)

Der "Avifaunistische Informationsdienst Bayern" (AlB) erschien von 1994 bis 2003. Über ihn wurden die Mitglieder über Beobachtungen von Seltenheiten, laufende Aktivitäten, Vorträge, Tagesexkursionen und Studienreisen informiert. Daneben veröffentlichte der AIB bevorzugt avifaunistische Daten aus Bayern in Form von Sammelberichten, faunistischen Kurzmitteilungen und vorläufigen Zwischenergebnissen länger angelegter faunistischer Arbeiten.

Nach Erscheinen von Heft 2 des Band 9 wurde der AIB im Zeitraum März 2004 bis September 2007 von unserer Zeitschrift "Avifaunistik in Bayern" abgelöst.

Nach dem Erscheinen des Heftes 1/2007 im September 2007 wurde die "Avifaunistik in Bayern" inhaltlich in den "Ornithologischen Anzeiger" integriert (s.o.).

   

Jahresberichte des Ornithologischen Vereins München

Von 1897-1902 erschienen als erstes Publikationsorgan der Ornithologischen Gesellschaft die "Jahresberichte des Ornithologischen Vereins München". Die Jahresberichte wurden ab 1903 von den "Verhandlungen der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern" abgelöst.

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Verhandlungen der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V.

Von 1903 bis 1998 wurden als Zeitschrift für das Gesamtgebiet der Ornithologie, mit einem Schwerpunkt auf der Tiergeographie, die "Verhandlungen der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern" als Fortsetzung der "Jahresberichte des Ornithologischen Vereins München" im Auftrage der Gesellschaft herausgegeben. Die Reihe wurde ergänzt durch zahlreiche Sonderhefte, z.B. J. Gengler (1925): "Die Vogelwelt Mittelfrankens".

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