Nord-Indien – Vom Dschungel in den Himalaya

 

Reise der Ornithologischen Gesellschaft  in Bayern e. V.  nach Nord-Indien

vom 4. bis 19. April 2009

   

Indien gilt mit 1299 Vogelarten, davon 42 Endemiten und 82 global bedrohten Arten als sehr interessantes Ziel vogelkundlicher Reisen. Im Norden des Landes liegen eine Reihe ornithologisch bedeutsamer und wildreicher Nationalparke und Schutzgebiete.

Unsere Reise führte durch das Gebiet von Bharatpur, dem berühmten und größten Wasservogelreservat des Landes. Zu den Besonderheiten gehören Silberklaffschnabel, Schwarzhalsibis, Indien-Schreiadler, Schlangenweihe und Hindublatthühnchen. Eine Bootsfahrt auf dem Chambal-River gab uns die Möglichkeit, z.B. den Warzenibis, Indische Scherenschnäbel, Fischuhu, Schwarzbauch-Seeschwalbe und Krabbentriele, aber auch die riesigen Gangesgaviale und Weichschildkröten zu sehen. In Agra besuchten wir das majestätische Taj Mahal und das mächtige, zum UNESCO- Kulturerbe erklärte „Rote Fort“. Die Gebirgswelt von Sattal und Pangot bietet nicht nur eine imposante Landschaft, sondern auch hervorragende Beobachtungsmöglichkeiten für Ornithologen. Über 200 Arten wurden allein im Pangot-Tal schon nachgewiesen, z.B. Koklasfasan, Schwarzkehlbraunelle, Rotkopftesia, Blauwangen-Bartvogel oder Goldbrillen-Laubsänger. Die letzte Station unserer Reise führte uns in den Corbett-Nationalpark mit seinen über 500 Vogelarten in den verschiedenen Biotopen, darunter Riesenstorch, Schopfwespenbussard, Bindenseeadler, Braunschwanz-Seeadler, Himalaya-Fischuhu, Doppelhornvogel, Mattenschmätzer sowie Elefanten,  Tiger, verschiedene Reptilien- und mehr als 50 weitere Säugetierarten.

Die ornithologische Ausbeute erbrachte 367 Vogelarten auf die gemeinsame Artenliste aller Reiseteilnehmer sowie 24 Säugetierarten und 15 Reptilien- und Amphibienarten.

Beteiligte Fotografen: Ronny Hartwich, Dr. Franz Marquart und Mark Piazzi