Veröffentlichung: Die Brutvögel der Stadt Regensburg

 

R. Schlemmer, A. Vidal und A. Klose (2013):

Die Brutvögel der Stadt Regensburg und

ihre Bestandsentwicklung von 1982 bis 2012.

€ 29,90. 17 x 24 cm. 290 S., 124 Farbfotos, 105 Karten. Das Buch stellt die derzeit einzige Avifauna einer bayerischen Großstadt dar. Im Bereich des Stadtgebietes von Regensburg (8068 ha) wurden von der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Ostbayern alle Brutvogelarten quantitativ erfasst. Die meisten Arten wurden flächendeckend kartiert. Die 13 häufigsten Brutvogelarten wurden in ausgewählten Probeflächen gezählt und von diesen Ergebnissen auf den Gesamtbestand hochgerechnet.   Zu jeder der Brutvogelarten wurde ein Kapitel verfasst. Neben dem Textteil beinhalten die Artkapitel auch jeweils ein Farbfoto und eine farbige Verbreitungskarte. Mit dieser attraktiven Gestaltung und allgemeinverständlich geschriebenen Texten richtet sich das Buch nicht nur an das Fachpublikum, sondern auch an interessierte Laien und macht neugierig auf die gefiederten Stadtbewohner.   Durch Vergleich der aktuellen Bestandszahlen mit den Daten aus der „Avifauna Ratisbonensis“ aus dem Jahr1986 wird gezeigt, dass die Bestände der meisten Arten stark abgenommen haben. Die Ursachen werden auf lokale strukturelle Veränderungen wie zunehmende Flächenversiegelung durch Verkehrsflächen, Wohn- und Gewerbebauten, Ersatz von Obstgärten durch Ziergärten etc. sowie auf überregionale bis europaweite Entwicklungen in der Landwirtschaft zurückgeführt. Daraus wurden praxisrelevante Schlussfolgerungen für den Naturschutz abgeleitet. Lediglich bei den Standvogelarten zeigt ein höherer Prozentsatz einen positiven Bestandstrend. Dies wird überzeugend und in dieser Klarheit erstmals auf günstigere Überwinterungsbedingungen in Folge der globalen Klimaerwärmung zurückgeführt.   Ein weiterer neuer Aspekt ist, dass Kurzstreckenzieher ähnlich stark wie Langstreckenzieher abnehmen. In diesem Zusammenhang betonen die Autoren, dass die Abnahme vieler Langstreckenzieher auf regionale Habitatveränderungen zurückgeführt werden kann und die Ursachen für den starken Rückgang dieser Vogelgruppe - entgegen dem in der Fachliteratur seit Jahren vorherrschenden Tenor - nicht zwangsweise auf dem Zug oder im afrikanischen Winterquartier zu vermuten sind.   Die Publikation wurde in Anerkennung ihrer Bedeutung von der Stiftung Bayerischer Naturschutzfonds durch namhafte Förderung der Druckkosten honoriert. .

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