Veröffentlichung: Die Vogelwelt des Nymphenburger Schlossparks in München

Sonderheft: Die Vogelwelt des Nymphenburger Schlossparks in München

 

Vom Wildpark der bayerischen Herrscher

zum innerstädtischen Naherholungsgebiet

 

Zum 350jährigen Bestehen des Nymphenburger Schlossparks München gibt die Ornithologische Gesellschaft in Bayern e.V. einen Überblick über die Vogelwelt dieses neben dem Englischen Garten bedeutendsten Naherholungsgebietes der Landeshauptstadt München.


Der Nymphenburger Schlosspark ist nicht nur ein weltberühmtes Werk der Gartenkunst, sondern auch ein bedeutender naturnaher Lebensraum inmitten der Großstadt München. Das ehemalige Jagdgebiet der bayerischen Herrscher mit seinem eindrucksvollen Baumbestand, offenen Wiesenflächen und einigen Gewässern ist heute ein Schutzgebiet nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie. Viele Naturfreunde und Ornithologen aus aller Welt haben den Schlosspark besucht, 198 Vogelarten konnten in 120 Jahren beobachtet werden. Im Schlosspark findet sich auch die wohl meistfotografierte Eule der Welt – ein Waldkauz, der seinen regelmäßigen Tageseinstand an einem der Seen hat.
Eine ausführlich kommentierte Auflistung der Vogelarten, die Beschreibung eines Vogeljahres im Schlosspark und die Ergebnisse der Silvesterzählungen der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. schließen an die Historie von Schloss und Park sowie die naturkundliche Betrachtung der Parkanlage an.

Das Heft ist reich bebildert; alle 363 Farbfotos stammen von Thomas Grüner und entstanden, sofern nicht anders angegeben, im Nymphenburger Schlosspark München.

Zum 350jährigen Bestehen des Nymphenburger Schlossparks und vier Jahrzehnte nach einer ersten Veröffentlichung soll wieder ein aktueller Überblick über die Vogelwelt und ihre Bestandsentwicklungen gegeben werden. Hierzu hat Thomas Grüner die grundlegende Arbeit von Walter Wüst von 1973 und dessen ergänzende Veröffentlichung von 1992 zur Basis einer neuen Betrachtung der Vogelwelt von Nymphenburg gemacht. Systematik, Taxonomie und Nomenklatur wurden dabei entsprechend aktueller Feldführer umgestellt.

Ergänzend folgen eine Brutvogelkartierung, die im Frühjahr 2012 im wesentlichen durch Hildegard Pfister und Franz Hammerl-Pfister vorgenommen und der Kartierung unter Walter Wüst von 1972 gegenübergestellt wird, sowie die Ergebnisse von 18 Jahren Silvester-Inventur der Parkvögel durch Mitglieder der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. in einer Zusammenfassung durch Hildegard Pfister.

Auflistungen der im Schlosspark beobachteten Säugetiere, Reptilien, Amphibien und Libellen schließen sich an.
Das vorliegende Heft kann wie auch die Broschüre von Walter Wüst 1973 lediglich als Momentaufnahme der Vogelwelt im Nymphenburger Schlosspark gesehen werden. Um die Kontinuität der Vogelbeobachtungen für dieses Gebiet zu wahren und die weiteren Entwicklungen der Avifauna verfolgen zu können, ist die Ornithologie auf ständigen Zulauf an Daten angewiesen. Deshalb sind alle Vogelbeobachter aufgerufen, bemerkenswerte Beobachtungen und das Auftreten noch nicht registrierter Vogelarten zu melden. Dabei sind auch ergänzende, ältere Beobachtungsdaten aus dem Schlosspark willkommen. Thomas Grüner sammelt dieses Datenmaterial und kann über die E-Mail-Adresse: parkvoegel-nymphenburg@gmx.de von ornithologischen Vorkommnissen im Schlosspark informiert werden. Meldungen möglichst auf digitalem Weg und, falls vorhanden, Belegaufnahmen nicht über 100KB. Selbstverständlich sind auch briefliche Meldungen an die Ornithologische Gesellschaft in Bayern e.V., c/o Zoologische Staatssammlung München, Münchhausenstraße 21, 81247 München, möglich.

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Die Autoren

Thomas Grüner, Jg. 1966; Biologiestudium, Verwaltungsbeamter bei der Landeshauptstadt München. Naturfotograf und Autor von „Bayerische Alpen. Natur, Pflanzen, Tiere” (München, 2012), mehrfach Auszeichnungen bei internationalen Naturfoto-Wettbewerben.

Franz Hammerl-Pfister, Jg. 1951; Studiendirektor für Biologie und Chemie am Städtischen Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Mitarbeiter am Pädagogischen Umweltzentrum in München, Fachkoordinator Umweltschutz an Münchner Schulen.

Hildegard Pfister, Jg. 1949; Diplom-Informatikerin am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München.

Manfred Siering, Jg. 1946; Bankkaufmann i. R., seit 1996 Vorsitzender der OG. Seit 1975 regelmäßige ornithologische Führungen u.a. für die Münchner Volkshochschule im Nymphenburger Schlosspark.

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Herausgeber: Ornithologische Gesellschaft in Bayern e.V. (gegr.1897)
Zoologische Staatssammlung München, Münchhausenstraße 21, D-81247 München
Internet: www.og-bayern.de, E-Mail: info@og-bayern.de
Sonderheft zu Band 52 des Ornithologischen Anzeigers,
ISSN 0940-3256
159 S., 363 Farbfotos, 4 Tabellen.
Preis: € 15,90 zzgl. Versandkosten € 2,50

Für Mitglieder der OG-Bayern ist das Sonderheft im Jahresbeitrag von € 35,- enthalten.

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Buchbestellungen über unsere Homepage können Sie hier tätigen.

oder bei:
Jürgen Weckerle, Langbehnstraße 10a, D-80689 München
E-Mail: juergen.weckerle@t-online.de
Ornithologische Gesellschaft in Bayern e. V.

oder über Christ Media Natur

 

Das Heft liegt an folgenden Verkausstellen aus:

  • Schloss Nymphenburg, Verkaufsshop
  • Museum Mensch und Natur im Nordflügel des Schlosses, an der Kasse
  • Botanischer Garten München-Nymphenburg, Verkaufsshop
  • Zoologische Staatssammlung München, im Foyer

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Die Ornithologische Gesellschaft in Bayern e.V.
1897 wurde die Ornithologische Gesellschaft als „Ornithologischer Verein München“ von Dr.‚ Carl Parrot gegründet.

Neben allgemeinen Fragen der Ornithologie stand von Anfang an die Vogelwelt Bayerns im Mittelpunkt.
Dieses Ziel hat sich durch all die Jahre gehalten: unser Wissen über die Vögel Bayerns zu mehren und im ökologischen Zusammenhang zu beschreiben.

Die Ornithologische Gesellschaft in Bayern e.V. bietet ihren Mitgliedern:

  •  Monatliche Vortragsabende in der Zoologischen Staatssammlung München
  •  In zweijährigem Turnus finden die Bayerischen Ornithologentage als Wochenend-Tagung an wechselnden Orten Bayerns statt
  •  Die Zeitschrift „Ornithologischer Anzeiger“ informiert zweimal jährlich über aktuellste Entwicklungen in der Vogelkunde
  •  Vogelkundliche Exkursionen in verschiedenste Naturräume Bayerns
  •  Reisen zu ornithologischen Hotspots weltweit
  •  Das Bayerische Avifaunistische Archiv als Datenbank und Sammelstelle für alle vogelkundlichen Daten
  •  Eine Bibliothek mit umfassenden Angebot an Fachbüchern und über 230 ornithologischen Zeitschriften
  •  Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten und Beratung in allen vogelkundlichen Fragen.

Veröffentlichung: Die Brutvögel der Stadt Regensburg

 

R. Schlemmer, A. Vidal und A. Klose (2013):

Die Brutvögel der Stadt Regensburg und

ihre Bestandsentwicklung von 1982 bis 2012.

€ 29,90. 17 x 24 cm. 290 S., 124 Farbfotos, 105 Karten.

Das Buch stellt die derzeit einzige Avifauna einer bayerischen Großstadt dar. Im Bereich des Stadtgebietes von Regensburg (8068 ha) wurden von der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Ostbayern alle Brutvogelarten quantitativ erfasst. Die meisten Arten wurden flächendeckend kartiert. Die 13 häufigsten Brutvogelarten wurden in ausgewählten Probeflächen gezählt und von diesen Ergebnissen auf den Gesamtbestand hochgerechnet.

 

Zu jeder der Brutvogelarten wurde ein Kapitel verfasst. Neben dem Textteil beinhalten die Artkapitel auch jeweils ein Farbfoto und eine farbige Verbreitungskarte. Mit dieser attraktiven Gestaltung und allgemeinverständlich geschriebenen Texten richtet sich das Buch nicht nur an das Fachpublikum, sondern auch an interessierte Laien und macht neugierig auf die gefiederten Stadtbewohner.

 

Durch Vergleich der aktuellen Bestandszahlen mit den Daten aus der „Avifauna Ratisbonensis“ aus dem Jahr1986 wird gezeigt, dass die Bestände der meisten Arten stark abgenommen haben. Die Ursachen werden auf lokale strukturelle Veränderungen wie zunehmende Flächenversiegelung durch Verkehrsflächen, Wohn- und Gewerbebauten, Ersatz von Obstgärten durch Ziergärten etc. sowie auf überregionale bis europaweite Entwicklungen in der Landwirtschaft zurückgeführt. Daraus wurden praxisrelevante Schlussfolgerungen für den Naturschutz abgeleitet.

Lediglich bei den Standvogelarten zeigt ein höherer Prozentsatz einen positiven Bestandstrend. Dies wird überzeugend und in dieser Klarheit erstmals auf günstigere Überwinterungsbedingungen in Folge der globalen Klimaerwärmung zurückgeführt.

 

Ein weiterer neuer Aspekt ist, dass Kurzstreckenzieher ähnlich stark wie Langstreckenzieher abnehmen.

In diesem Zusammenhang betonen die Autoren, dass die Abnahme vieler Langstreckenzieher auf regionale Habitatveränderungen zurückgeführt werden kann und die Ursachen für den starken Rückgang dieser Vogelgruppe – entgegen dem in der Fachliteratur seit Jahren vorherrschenden Tenor – nicht zwangsweise auf dem Zug oder im afrikanischen Winterquartier zu vermuten sind.

 

Die Publikation wurde in Anerkennung ihrer Bedeutung von der Stiftung Bayerischer Naturschutzfonds durch namhafte Förderung der Druckkosten honoriert.

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